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Flotte Musik für einen guten Zweck

Benefizkonzert Flotte Musik für einen guten Zweck

Mehr als 600 vom Benefizkonzert des Heeresmusikkorps Kassel begeisterte Zuhörer applaudierten den Musikern am Dienstagabend stehend.

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Die Musiker des Heeresmusikkorps Kassel zeigten die ganze Bandbreite ihres Könnens für einen guten Zweck. Das rechte Foto zeigt Hauptfeldwebel Markus Klöppner bei seinem begeisternden Soloauftritt. Fotos: Klaus Böttcher

Stadtallendorf. Vier Fanfaren erfüllten den großen Saal der Stadthalle. Das war der Beginn des „Kürassiermarsches Großer Kurfürst“, das war aber auch der Beginn eines großartigen Konzerts, bei dem die 50 Musikerinnen und Musiker ihr Können präsentierten.

Stadtallendorfs Bürgermeister Christian Somogyi sprach von einem Musikhighlight, als er zusammen mit dem Kommandeur der Division Schnelle Kräfte (DSK), Generalmajor Andreas Marlow, die Gäste begrüßte.

Das von der Stadt und der DSK gemeinsam veranstaltete Benefizkonzert und die große Besucherzahl zeige die Verbundenheit mit den Soldaten, sagte der General. Der Spendenerlös geht in diesem Jahr an den Verein Aktion für behinderte Menschen Oberhessen, das Soldatenhilfswerk der Bundeswehr sowie den Förderverein Stab DSK, der unter anderem im Einsatz verletzte Soldaten unterstützt.

Es war der Divisionskommandeur persönlich, der nach dem Konzert am Ausgang das große Spendenschwein den Besuchern hinhielt. Davon profitieren sollen der Verein für behinderte Menschen in Oberhessen, das Soldatenhilfswerk und der Förderverein Stab DSK. Der gut aufgelegte und durch das Programm führende Leiter des Heeresmusikkorps (HMK) Kassel, Hauptmann Tobias Terhardt, meinte beim Konzertende zu der Spendensammlung: „Ein Pfarrer sprach im Zusammenhang mit einer Spende zu der Gemeinde von der guten und der schlechten Nachricht. Die gute, wir haben das Geld zusammen. Die schlechte, das Geld befindet sich noch in Ihrem Portemonnaie.“ Hauptmann Terhardt, der das einzige HMK in Hessen erst seit Anfang Dezember letzten Jahres leitet, betonte: „Bei einem Militärorchester gehört ein Marsch an den Anfang.“ Das war so recht nach dem Geschmack der Besucher.

Erinnerungen an James Bond und Sinatra

Zu den Märschen, die gespielt wurden, gehörte an dem Abend „Durch das Brandenburger Tor“. Der erinnere an den Großen Zapfenstreich in Berlin, so Terhardt, der anlässlich des 60-jährigen Bestehens der Bundeswehr stattfand. Neben dem Stabsmusikkorps der Bundeswehr durfte das HMK Kassel daran teilnehmen, so dass 120 Militärmusiker gemeinsam spielten. Nach der Pause begrüßte das Musikkorps mit dem Marsch nach Motiven der Oper „Die Hugenotten“, und bei den frenetisch geforderten Zugaben feierten die Besucher die Märsche „Alte Kameraden“ und den „Radetzky-Marsch“. Wie vielseitig das HMK ist, wurde deutlich bei der Ouvertüre zur Operette „Dichter und Bauer“, den „Bulgarischen Tänzen“ oder dem Medley aus zwölf James-Bond- Filmen unter dem Titel „Nobody does it better than James Bond“. Der Leiter des symphonischen Blasorchesters moderierte das Konzert locker und gab den Zuhörern zahlreiche Informationen zu den Musikstücken und deren Komponisten. Jeder der 40 männlichen und 10 weiblichen Mitglieder des HMK ist ein Vollblutmusiker, beherrscht meist mehrere Instrumente und überzeugt auch mit Soloauftritten. So beispielsweise Oberfeldwebel Dennis Pieper mit seinem Tenorhorn bei dem Stück „Pantomime“. Ein begeisterndes Gesangssolo lieferte Hauptfeldwebel Markus Klöppner bei dem Medley der erfolgreichsten Hits von Frank Sinatra.

von Klaus Böttcher

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