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Flirt im Autokino, Spaß auf der Wiesn

Weiberfaschin Flirt im Autokino, Spaß auf der Wiesn

Wieder einmal war es am Donnerstagabend bewundernswert, wie schnell sich zwölf Frauen, die „Flotten Lotten“, in andere Rollen hineinversetzen und sie mit Begeisterung verkörpern konnten.

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Das passiert nach einem Autokinobesuch nach neun Monaten: Der Nachwuchs ist da. Mit diesem Sketch trumpften die „Lotten“ gleich zu Beginn ihrer Showeinlage auf.

Quelle: Michael Rinde

Stadtallendorf. Es ging am Donnerstagabend in der Stadthalle schnell bis zur Hochstimmung. Rund 500 Frauen, die wenigen geduldeten Männer im Saal waren zu vernachlässigen, feierten begeistert den traditionellen Weiberfasching der katholischen Frauengemeinschaft (KfD) St. Michael. Routiniert und kurzweilig führte Vorsitzende Annemarie Hühn durch den Abend.

Es ging am Donnerstagabend in der Stadthalle schnell mit der Stimmung. Rund 500 Frauen, die wenigen geduldeten Männer im Saal waren zu vernachlässigen, feierten begeistert den traditionellen Weiberfasching der katholischen Frauengemeinschaft (KfD) St. Michael.

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22 Programmpunkte hatten die närrischen Weiber zusammengestellt, wieder unterstützt von Gruppen befreundeter Vereine wie dem FCKK Stadtallendorf und dessen Prinzenpaar, Prinzessin Tanja I. und Prinz René I. Für die KfD standen die „Flotten Lotten“ parat, zwölf Frauen, die teilweise in Minutenschnelle in eine andere Rolle schlüpften: mal als tanzende Schokolade, süße Pandabären, als närrische Weiber von der Oktoberfestwiese, als „Seemänner“ oder bei einem Sketch, gespielt von den närrischen Urgestein(innen) der Stadtallendorfer Weiberfastnacht, Sylvia Ossinger und Regina Kremer.

Neun Monate nach dem Autokinobesuch gab es Nachwuchs

Beide waren im Gesundheitszentrum zu Gast. Da wurde intensiv über Krankheiten gefachsimpelt, über die Sodbrennerei im Bauch oder die fehlenden Fachärzte in der Stadt geschimpft. Gleich zu Beginn hatten die „Lotten“ mächtig mit ihrer Showeinlage „Autokino“ aufgetrumpft. Mary-Lou und Jimmy kamen sich dort richtig nahe, zu sehen am wild wackelnden Wagen. Das Ende vom Lied: Nach neun Monaten gab es Nachwuchs. So war es eben auch beim ein oder anderen Paar in den 1960er Jahren!

Stadtallendorfer Gruppen wie die Dancing Diamonds, die Flippergarde, die Welle-Watz-Weiber, die Feuerhexen oder die Ahndorfer Marerje hatten ebenso ihre über weite Strecken hochprofessionellen Auftritte wie der Tanznachwuchs, die Wilden Hühner. Nicht zu vergessen die wieder glänzend aufgelegten Funkenmariechen Marie-Christin Falker und Astrid Weitzel.

Fest integriert ins Weiberfastnacht-Programm ist auch das Tanzpaar Lisa Weitzel und Tim Sehon, dieses Mal als Cowboy und Indianer auf der Bühne. Die Mädchen von Flipper- und Prinzengarde des FCKK zeigten, dass sie auch beim Finale der Kampagne in Topform sind.

Bei Trompetensolo auf dem Tisch geraten Frauen außer Rand und Band

Einen besonderen Auftritt hatte Norbert Naumann, Sitzungspräsident beim FCKK zu späterer Stunde als er auf dem Tisch stehend Trompete spielte. Die närrischen Weiber waren außer Rand und Band, ein „Norbert, wir lieben Dich“, ging durch den Raum.

Zwei besondere Weiber mussten an der Sektbar Dienst verrichten: Christina Somogyi (Indianer-Squaw mit Netz-Strumpfhose) und Ottilie Bonacker mit farbenprächtiger Oberweite (im normalen Leben Bürgermeister und Erster Stadtrat). Begnadete Körper, wunderbar anzuschauende Bewegungen auf der Bühne, das war der Schlusspunkt unter einen närrischen Weiber-Abend, gemeint ist das Männerballett „Kaktusblüten“.

„Manche Frauen proben ein Jahr für ihre Auftritte, dann kommen diese prächtigen Kerle und die Weiber rasten komplett aus“, kommentierte eine Frau das Phänomen Männerballett. Natürlich durften die wildgewordenen Kakteen nicht ohne Zugabe von der Bühne. Was den Weiberfasching Stadtallendorf zusätzlich zu etwas Besonderem machte, war die grandiose Stimmung im Publikum bei Schunkelrunden oder beim spontanen Tanzen auf den Tischen.

von Michael Rinde

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Von Redakteur Florian Lerchbacher

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