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„First Responder“ springen bei Lücken ein

Stadtallendorf „First Responder“ springen bei Lücken ein

Seit inzwischen elf Jahren springen speziell geschulte Stadtallendorfer Feuerwehrleute ein, wenn der Rettungsdienst ausgelastet ist und ein weiterer Notfall gemeldet wird. Die „First Responder“ sind nach wie vor im Kreis einmalig.

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Dr. Sebastian Schiel erklärt die Ausrüstung des „First Responder“-Mercedes, der mit Rettungsgerät gefüllt ist.

Quelle: Michael Rinde

Stadtallendorf. Der Kofferraum des roten Feuerwehr-Mercedes ist prall gefüllt mit medizinischem Gerät. „Im Grunde ist alles wie in einem Rettungswagen, bis auf die Trage“, sagt Dr. Sebastian Schiel, der Stadtallendorfer Feuerwehrarzt.

Jener rote Mercedes rückt aus, wenn sich Notfälle häufen, wenn die Rettungswagen in Stadtallendorf und Umgebung ausgebucht sind. Seit elf Jahren existieren die Stadtallendorfer „First Responder“. 15 Feuerwehrleute sind dafür besonders geschult, einige von ihnen haben bereits Rettungsdienst-Erfahrung.

Am Einsatzort kann es auf Minuten ankommen. „Unter Umständen muss ein Rettungswagen aus Marburg oder Albshausen anrücken, wenn die näher stationierten Fahrzeuge schon unterwegs sind“, erläutert Sebastian Bleser, bei der Wehr für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig.

Um solche Situationen gleich im Vorhinein auszuschließen, entwickelte die Stadtallendorfer Feuerwehr das „Responder“-Konzept. 12 bis 16 dieser Responder-Einsätze fährt die Feuerwehr im Jahr.

„Die First Responder dienen uns dann zur eigenen Absicherung“, erklärt Stadtbrandinspektor Maik Klein. Er betont mit Nachdruck, dass die „Responder“ keinerlei Konkurrenz zum Rettungsdienst darstellen. Sie seien lediglich eine Ergänzung, um Lücken bei der Notfallversorgung gar nicht erst entstehen zu lassen.

Für das Stadtallendorfer Engagement gibt es Lob aus der Kreisverwaltung: „Das ist grundsätzlich eine sehr gute Sache“, sagt Stephan Schienbein, stellvertretender Pressesprecher der Kreisverwaltung. Wenn sich eine Wehr damit anfreunden könne, ebenfalls eine solche Ergänzung zum Rettungsdienst anzubieten, müsse das im Einzelfall geprüft werden.

von Michael Rinde

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