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Finanzierung für Gerätehaus steht

Freiwillige Feuerwehr Erksdorf Finanzierung für Gerätehaus steht

Der Weg für einen Neubau des Feuerwehrgerätehauses in Erksdorf ist geebnet. Hessens Finanzminister Dr. Thomas Schäfer übergab gestern einen Förderbescheid über 677478 Euro.

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Vertreter der Freiwilligen Feuerwehr Erksdorf und lokale Politiker freuen sich mit Bürgermeister Christian Somogyi (vorne, 5. von rechts) über den Förderbescheid, übergeben durch Dr. Thomas Schäfer (links daneben). Das neue Gerätehaus soll in der Langensteiner Straße (kleines Bild) entstehen.Fotos: Peter Gassner

Erksdorf. Insgesamt 866000 Euro soll das neue Gerätehaus für die Freiwillige Feuerwehr in Erksdorf kosten - einen Großteil dieser Summe hat das Land Hessen nun durch Mittel aus dem Kommunalen Investitionsprogramm (KIP) zur Verfügung gestellt. Die 677478 Euro werden der Stadt Stadtallendorf als zinsloses Darlehen gewährt, 80 Prozent der Rückzahlung übernimmt das Land. Die Stadt muss lediglich 20 Prozent des Darlehens selbst zurückzahlen.

„Das KIP ermöglicht es den Kommunen, Projekte anzugehen, die sonst nicht ganz oben auf der Prioritätenliste gestanden hätten“, sagte Finanzminister Dr. Thomas Schäfer während der Übergabe des Förderbescheides. Angesichts der technischen Neuerungen beim Brandschutz sei dies gerade im Feuerwehrbereich dringend nötig. Das Feuerwehrgerätehaus Erksdorf ist die größte Investition, die Stadtallendorf über das Programm finanziert.

Nach langem Gerangel um den Standort wird das neue Gebäude nun aller Voraussicht nach in der Langensteiner Straße gebaut. Zuvor war auch ein Bau neben dem Bürgerhaus im Gespräch, diese Option scheiterte jedoch an den Möglichkeiten für die Ein- und Ausfahrt. Ein Neubau am Waldspielplatz stieß wiederum bei den Anwohnern auf Widerstand. Das Nachbargrundstück des jetzt ausgewählten Platzes an der Langensteiner Straße gehört nach wie vor dem Land Hessen. Das dort befindliche Gebäude steht unter Denkmalschutz.

Baubeginn 2017

Laut Stadtallendorfs Bürgermeister Christian Somogyi solle es noch in diesem Jahr eine Machbarkeitsstudie für den jetzt angestrebten Bauort geben. Wenn das geplante Projekt dann durch alle Gremien gehe, könne mit dem Bau im Jahr 2017 begonnen werden. Über die genaue Ausrichtung des Gebäudes auf dem Bauplatz konnte Somogyi vor Ort noch keine Detailangaben machen. Klar ist, dass die Zufahrt direkt auf der Seite der Langensteiner Straße liegen soll und dass es aus Kostengründen keinen doppelstöckigen Bau geben wird. Insgesamt soll das Gerätehaus 75 Quadratmeter groß sein und einen Schulungsraum sowie separate Duschen und Umkleiden für Männer und Frauen beinhalten.

Der Neubau des Feuerwehrgerätehauses ist unter anderem deshalb notwendig, da aufgrund neuer Standards im Brandschutz ein neues Tragkraftspritzenfahrzeug angeschafft werden soll. Die Kosten dafür betragen weitere 90000 Euro.

„Der Brandschutz gehört ganz klar in den Aufgabenbereich der Kommunen und ist eine wichtige Aufgabenstellung“, sagte Somogyi. Weil die Ortschaften in Stadtallendorf geografisch „wie an einer Perlenkette“ aufgereiht seien, sei es deshalb besonders wichtig, die einzelnen Stadtteile mit den notwendigen Gerätschaften auszustatten, um die Ausrückzeit von zehn Minuten einhalten zu können. Zudem erhalte das die Motivation der Ehrenamtlichen, die einen bedeutenden Dienst an der Gesellschaft leisteten.

Benjamin Schmidt, Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Erksdorf, bestätigte dies. „In den letzten Jahrzehnten haben wir immer wieder Anpassungen und Sanierungen vorgenommen und uns um unser Gerätehaus gekümmert“, sagte er. „Jetzt ist aber der Punkt gekommen, wo es leider zu alt ist und neue Aufgaben auf uns warten“. Die Übergabe des Förderbescheides sei daher ein „besonderer Tag“ für die Kameraden. 26 Aktive zählt die Freiwillige Feuerwehr Erksdorf, unter ihnen auch Ortsvorsteher Udo Krebs. Er kündigte an, „ganz bewusst zu kontrollieren“, wie das Geld aus dem Förderbescheid eingesetzt werde. „Damit nachher alle im Ort wissen, dass es sinnvoll investiert wurde“.

von Peter Gassner

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