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Feuerwehren haben nun Zugführer

JHV der Feuerwehren Feuerwehren haben nun Zugführer

Gemeindebrandinspektor Florian Möbus hat in Martin Denzel einen neuen Stellvertreter. Neben Wahlen standen Berichte auf dem Programm der Hauptversammlung der Wohrataler Feuerwehren.

Wohratal. In den vergangenen zwei Jahren hat sich viel bewegt bei der Wohrataler Feuerwehr. Gemeindebrandinspektor (GBI) Florian Möbus fiel die Aufgabe zu, diese Neuerungen vorzustellen, aber auch kritisch zu beurteilen.

Im vergangenen Jahr habe es zum Beispiel erstmals Übungsdienste für alle Ortsteilfeuerwehren zusammen gegeben. Die Teilnehmer hätten ihre Schwächen, aber auch ihr Potenzial erkannt. Negative sei, dass ein Teil der Kameraden nicht an den angesetzten Diensten teilgenommen habe, monierte Möbus.

Ganz neu ist außerdem das Führungskonzept der Wohrataler Feuerwehrleute. Neben den im vergangenen Jahr gewählten Fachdienstleitern gibt es nun auch erstmals vier Zugführer. „Diese haben die Aufgabe, im Verhinderungsfall des GBI oder seines Stellvertreters die technische Einsatzleitung zu übernehmen“, erklärte Möbus, der im Gespräch mit dieser Zeitung erläuterte, dass die Idee auch dadurch zustande gekommen sei, dass er unter der Woche selber nicht in Wohratal sei. Der junge GBI studiert Maschinenbau im zehnten Semester und ist zurzeit oft in München.

Nach lobenden Worten, in denen Bürgermeister Peter Hartmann die gute Zusammenarbeit von Gemeinde und Wehren herausstellte, gab es für ihn von Kreisbrandinspektor Lars Schäfer eine Lobeshymne: Hartmann sei im Vergleich zu anderen Mandatsträgern im Landkreis ernsthaft um seine Feuerwehr bemüht. Trotz der angespannten Haushaltslage fände er immer eine Möglichkeit, um finanzielle Mittel für die Feuerwehr bereitzustellen. Dies sei keineswegs selbstverständlich.

Hartmann selber präsentierte einige der Zahlen: 87000 Euro Unterhalt hätten die Fahrzeuge und Gerätehäuser im vergangen Jahr gekostet. Der neubeschaffte Einsatzleitwagen schlage mit 71000 Euro zu Buche. Neben etlichen Fahrzeugneubeschaffungen in den nächsten Jahren stünden auch zwei große Renovierungen von Feuerwehrhäusern an. Eine ebenfalls stattliche Summe werde in diesem Jahr der Digitalfunk kosten. Insgesamt 46000 Euro müsse Wohratal in diesem Jahr in die neue Technologie investieren.

Überall in Hessen belastet diese Neuanschaffung die Kassen der Städte und Gemeinden. Die Einführung des Funks ist nicht nur heiß umstritten, sondern der Start verzögert sich.

Zahlen und Fakten präsentierte auch Möbus. 21 Einsätze hätten die Feuerwehrleute im vergangen Jahr abgearbeitet. Wohnungsbrände waren ebenso vertreten wie Tierrettungen und Verkehrsunfälle.

Dieser Einsatzvielfalt widmete sich auch Alexander Bach, der laut Möbus aus beruflichen Gründen nach sieben Jahre als stellvertretender GBI von seinem Amt zurücktrat. Er sagte, dass sich die Feuerwehr immer mehr in eine „Hilfeleistungs- und Umweltwehr“ verwandele.

Sein Nachfolger ist Martin Denzel. Der neue Gemeindejugendfeuerwehrwart ist Jürgen Schlotthauer, seine Stellvertreterin Eva Hilberg.

Ernennungen

Stefan Wicker (Wehrführer Wohra), Sebastian Peter und Jochen Diehl (beide Gruppenführer Wohra), Alexander Bach, Jürgen Diehl, Stefan Bubenheim und Klaus Koch (alle Zugführer Wohratal).

Beförderungen

Sebastian Peter (zum Löschmeister), Stefan Wicker (zum Oberlöschmeister), Klaus Koch und Jochen Diehl (beide zum Hauptlöschmeister) sowie Florian Möbus (zum Brandmeister).

von Jonas Hielscher

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