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Feuerwehr geht ihr Gerätehaus an

Eigenleistung Feuerwehr geht ihr Gerätehaus an

"Die Eigenleistungen sind sensationell: Die Mardorfer Feuerwehrleute machen eigentlich fast alles", sagt Bürgermeister Michael Plettenberg über den Ausbau des Feuerwehrgerätehauses.

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Heinz Nau, Mitglied der Alters- und Ehrenabteilung und langjähriger Wehrführer (von links), Peter Heider vom städtischen Bauamt, Wehrführer Markus Schick, Michael Plettenberg und Heinrich Benner, der Vorsitzende des Mardorfer Feuerwehrvereins, informierten über den Ausbau des Feuerwehrgerätehauses.Foto: Florian Lerchbacher

Mardorf. Ein Umbau des Mardorfer Feuerwehrgerätehauses war dringend notwendig. Das wusste die Stadt Amöneburg bereits seit längerem - und der Feuerwehrverein hatte sogar bereits eine Teilfinanzierung angeboten. Nun ist das Projekt in vollem Gange -und zwar Dank zweier glücklicher Umstände: Zum einen, weil die Mardorfer Kameraden einen Großteil der Bauarbeiten in Eigenleistung erledigen und somit die Kosten drücken; zum anderen, weil das Land der Stadt über das Kommunale Investitionsprogramm ein Förderdarlehen für die anfallenden 76000 Euro zur Verfügung stellt.

Und so können die Brandschützer ihre Pläne nun umsetzen. Bisher waren fehlende Lagerräume ein Problem und vor allem die Tatsache, dass die Spinde nicht mehr in der Fahrzeughalle stehen dürfen - wobei die Mardorfer schlicht keine Ausweichmöglichkeit hatten. Ähnlich sah das mit der Trennung von schmutziger und sauberer Einsatzkleidung aus.

Vor vier Wochen nahmen die Arbeiten, die ein eigens eingerichteter Bauausschuss der Kameraden koordiniert, dann Fahrt auf. Zunächst hatten die Mardorfer altes Pflaster und einen Container, der bisher als Lagerraum diente, entfernt beziehungsweise umgestellt. Dann setzten sie ein Fundament für den Anbau, der es ihnen ermöglicht, zwei weitere Toiletten, Duschen, mehr Lagerraum und vor allem angemessene Umkleiden einzurichten. Die Entwässerungsleitungen sind bereits gelegt, die Bodenplatte wollen sie noch in dieser Woche setzen - mehr als 300 Stunden an Eigenleistung hat es vonseiten der Einsatz- sowie der Alters- und Ehrenabteilung schon gegeben. Durch den Umbau des alten Gerätehausbestandes wird es zudem in der Küche und im Schulungsraum mehr Platz geben. „Die Mardorfer Feuerwehr hat zahlreiche qualifizierte Handwerker an Bord. Das sind echte Fachmänner“, lobt Bürgermeister Michael Plettenberg und zeigt sich zuversichtlich, dass die Arbeiten sehr ordentlich erledigt werden.

Die Rohbauarbeiten wollen die Mardorfer noch in diesem Jahr abschließen und sich über den Winter dann um den Innenausbau kümmern und zum Beispiel die Fußböden errichten, Fliesen ­legen und die Sanitäranlagen installieren.

Die 10000 Euro, die sie der Stadt quasi als Anschubfinanzierung angeboten hatten, fließen nun übrigens in einen Anbau an den Musikraum, damit der Anhänger des Blasorchesters der Feuerwehr nun endlich einen offiziellen Stellplatz bekommt.

von Florian Lerchbacher

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