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Feuerwehr baut ihr altes Haus um

Langendorf Feuerwehr baut ihr altes Haus um

In Langendorf wird ehrenamtlicher Einsatz für den Ort oder Gemeinschaftsprojekte von je her sehr gepflegt. Das ist beim Ausbau des Feuerwehrgerätehauses nicht anders.

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Den früheren Schlauchturm rissen Feuerwehrleute in Eigenregie ab. Foto: Feuerwehr Langendorf

Langendorf. Der Schlauchturm, der das Feuerwehrgerätehaus über Jahrzehnte zierte, ist verschwunden. Den Abriss erledigten Mitglieder der Langendorfer Wehr in Eigenregie, wie so vieles beim Bau der neuen Fahrzeughalle samt zeitgemäßer Umkleiden und Duschen.Mitte April haben die ersten Bauarbeiten begonnen.

Bürgermeister Peter Hartmann (parteilos) wurde beim Besuch der Baustelle deutlich: „Es ist schon außergewöhnlich, dass sich eine freiwillige Feuerwehr auch noch ihr Haus selbst baut.“

Dass Erweiterung und Sanierung dringend geboten sind, zeigt sich beim Blick ins Innere. In der kleinen Garage ist es nur schwer möglich, an die Fahrzeugtüren heranzukommen. Dabei muss im Einsatzfalle alles sehr schnell gehen. Bisher hat das immer geklappt, wenn auch unter Schwierigkeiten. Auch die Umkleiden sind gelinde ausgedrückt sehr einfach. Die Einsatzkleidung hängt an Haken an der Wand, wenn alles schnell gehen muss, geht es eng zu unter den Mitgliedern der Einsatzabteilung. Bürgermeister Hartmann hatte selbst immer wieder auf eine Sanierung des Gebäudes gedrängt und freut sich, dass das Projekt nun endlich Realität wird.

„Wir haben lange gehofft und darauf gewartet. Jetzt freuen wir uns, dass es endlich losgeht“, sagt Wehrführer Ralf Schneider als einer der Betroffenen. Er hat keine Probleme damit, Freiwillige für die Bauarbeiten zu finden. Bis zum jetzigen Zeitpunkt sind schon etliche Arbeitsstunden zusammengekommen.

Auch Nachwuchsprobleme sind bei der Langendorfer Wehr kein Thema. Fünf Anwärter für die Einsatzabteilung absolvieren aktuell ihren Grundlehrgang. „Wir haben in Langendorf eine sehr gute Jugendwehr. Das hilft uns bei der Nachwuchsgewinnung sehr“, erklärt der Langendorfer Wehrführer das Interesse an der Einsatzabteilung. Aktuell hat die Einsatzabteilung 15 Mitglieder.

Die neue Fahrzeughalle ist auch aus einem anderen Grunde dringend notwendig. Für Fahrzeuge modernen Typs ist die Garage einfach zu klein. Und in den nächsten Jahren erhält die Feuerwehr Langendorf ebenfalls ein neues Auto. Geplant ist nach der aktuellen Bedarfs- und Entwicklungsplanung für Wohratals Feuerwehren, dass übergangsweise das Fahrzeug der Feuerwehr Wohra in Langendorf stationiert wird. Für die Wehr Wohra ist ein Katastrophenschutz-Fahrzeug vorgesehen. Ein entsprechender Antrag ist bereits gestellt. Halsdorfs Wehr erhält entsprechend der Bedarfsplanung ein neues Fahrzeug. Für die Gemeinde Wohratal bilden ihre Feuerwehren in den nächsten Jahren einen Investitionsschwerpunkt.

Bei der Planung für das Feuerwehrgerätehaus Langendorf hatte die Gemeinde aus Finanznot abspecken müssen (die OP berichtete). So wird ein Umbau des Obergeschosses des Gebäudes zunächst auf Eis gelegt. Trotz Eigenleistung kostet der Umbau immer noch rund 172000 Euro. Dafür gibt das Land einen Zuschuss. Wohratal erhält einen Festbetrag von 49000 Euro, wenn auch erst im Jahr 2016. Bis dahin soll das Bauprojekt natürlich längst abgeschlossen sein. Im Herbst, so hofft es Wehrführer Schneider, ist die neue Fahrzeughalle zumindest von außen dicht. „Dann können wir uns darin trockenen Fußes bewegen“, sagt Schneider.

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