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Feuer greift von Carport auf Haus über

Großeinsatz der Feuerwehren Feuer greift von Carport auf Haus über

Ein unbewohnbares Haus, ein ausgebranntes Auto, ein zerstörter Carport und drei Leichtverletzte - das ist die Bilanz eines Großbrandes, zu dem es in der Nacht auf Montag im Kronring kam.

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Die Feuerwehren bekämpften den Brand aus verschiedenen Himmelsrichtungen.Fotos: Florian Gaertner

Stadtallendorf. Immer mehr Einsatzkräfte mussten in der Nacht auf Montag im Kronring anrücken - am Ende bekämpften rund 120 Personen aus verschiedenen Ortschaften das Feuer oder engagierten sich anderweitig.

Um 0.19 Uhr war die Feuerwehr Stadtallendorf-Mitte alarmiert worden. Zu diesem Zeitpunkt hieß es, dass ein Carport brenne, berichtet Sprecher Dirk Mann - eine Bewohnerin hatte die Flammen entdeckt. Als seine Kameraden wenige Minuten später am Einsatzort eintrafen, standen sowohl der VW Bora als auch der Unterstand lichterloh in Flammen. Zudem hatte das Feuer bereits auf das Wohngebäude übergegriffen.

Entsprechend forderten die Stadtallendorfer um 0.28 Uhr in Erksdorf und Hatzbach Verstärkung an und unternahmen erste Löschversuche. „Wir erfuhren, dass sich die Bewohner bereits außerhalb des Hauses befanden. Für sie bestand keine Gefahr, so dass wir uns direkt voll aufs Löschen konzentrieren konnten“, sagt Mann und ergänzt: „Das gestaltete sich allerdings schwierig, weil das Feuer bereits in den Dachstuhl gekrochen war. Es hatte sich ausgebreitet, und somit war abzusehen, dass das eine längere Geschichte werden würde.“

Angesichts dessen alarmierten die Stadtallendorfer auch noch die restlichen Stadtteilwehren und forderten zudem zur Unterstützung die Drehleiter aus Kirchhain an, um das Feuer mit zwei Großfahrzeugen aus zwei Richtungen bekämpfen zu können. Des Weiteren war mehr Ausrüstung vonnöten: Zahlreiche Atemschutzträger waren im Einsatz, so dass von der Feuerwehr Mitte auch noch der Atemschutzgerätewagen anrückte, um den Hilfskräften Sauerstoffflaschen und anderes Equipment zur Verfügung zu stellen.

Samt Rettungsdienst, Polizei und THW waren laut Mann rund 120 Personen im Einsatz. Das Zusammenspiel habe hervorragend geklappt, lobte der Sprecher. „Natürlich war es zu Beginn erstmal etwas hektisch - aber insgesamt lief der Einsatz geregelt ab und es gab keine Komplikationen.

Die Feuerwehr war bis 4.30 Uhr im Einsatz, dann rückte sie bis auf die Kameraden, die sich um die Brandwache kümmerten, ab. Die Bauaufsicht des Kreises habe das Gebäude inspiziert und festgehalten, dass zumindest für das oberste Geschoss Einsturzgefahr besteht, erläutert Mann: „Da sind einige Decken runtergekommen.“ Aber auch der Rest des Zweifamilien-Wohnhauses sei eigentlich nicht mehr nutzbar: „Feuer und Löschwasser - wir mussten eine Menge davon einsetzen - dürften es unbewohnbar gemacht haben.“

Der Schaden beläuft sich laut Polizei auf einen sechsstelligen Betrag. Die Ursache des Feuers ist unbekannt, die Ermittlungen dauern an. „Sicher ist nur, dass der Ursprung im Carport war“, sagt Mann.

„Die Bewohner kamen glücklicherweise ohne Blessuren davon“, ergänzt Polizeisprecher Jürgen Schlick. Allerdings gab es auf Seiten der Feuerwehren zwei Leichtverletzte zu beklagen: Eine Kameradin sei beim Einsatz im Haus von einem Holzbalken getroffen worden, berichtet Mann. Sanitäter hätten sie vor Ort verarztet. Ein Kamerad sei zur Behandlung nach Marburg gekommen - aber auch seine Verletzungen seien leicht gewesen, hebt der Sprecher hervor. Außerdem kam eine Frau zu Schaden, die in der Aufregung einen Kreislaufzusammenbruch erlitt.

von Florian Lerchbacher

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Von Redakteur Florian Lerchbacher

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