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Feuer bei Ferrero verursacht erheblichen Schaden

Stadtallendorf Feuer bei Ferrero verursacht erheblichen Schaden

Gegen 23 Uhr brach in der Haselnuss-Rösterei der Firma Ferrero in Stadtallendorf am Dienstag ein Feuer aus. Feuerwehrleute waren in der Nacht zum Mittwoch mehrere Stunden mit dem Kühlen von durch den Brand erhitzten Abluftleitungen beschäftigt.

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Mit Hilfe der Drehleiter kühlten Feuerwehrleute Rohrleitungen und löschten immer wieder auflodernde Flammen. 

Quelle: Michael Rinde

Stadtallendorf. Im Stadtallendorfer Werk des Süßwarenherstellers Ferrero brach am späten Dienstagabend ein Feuer in einer Rösterei aus. Alle Mitarbeiter konnten das Gebäude rechtzeitig verlassen. Es entstand nach Angaben von Unternehmenssprecherin Sabine Lohr „ein nicht unerheblicher Schaden“. Er lasse sich noch nicht genauer beziffern. 50 Feuerwehrleute der Ferrero-Werkfeuerwehr und der Feuerwehr Stadtallendorf waren mehrere Stunden mit Löscharbeiten beschäftigt. Ferrero geht davon aus, dass die Produktion im Stadtallendorfer Werk in der nächsten Woche wieder normal laufen wird. Es werde keine Einschränkungen bei der Auslieferung von Produkten geben hieß es seitens Ferrero.

Nussfett war offenbar zu heiß

Die Haselnuss-Rösterei des Süßwarenherstellers ist im Werk I angesiedelt. Sie ist im Regelfall rund um die Uhr in Betrieb. Gegen 23 Uhr bemerkten Mitarbeiter den Brand. Das Gebäude wurde umgehend geräumt. Nach erster Einschätzung ging das Feuer von einer Filteranlage aus. Sie ist ihrerseits Teil einer Wärmerückgewinnungsanlage auf dem Dach des Gebäudes. Denkbar ist, dass sich durch eine Überhitzung Nussfett in einem der Filter entzündet hat. Die Untersuchungen zur Brandursache dauerten gestern allerdings noch an. „Klar ist, dass bei der Anlage keine Wartungsmängel vorlagen“, sagte Ferrero-Sprecherin Sabine Lohr gegenüber der OP. Mehr lasse sich zur Brandursache noch nicht sagen.

Die Werkfeuerwehr von Ferrero übernahm zunächst allein die Löscharbeiten, forderte dann zur Unterstützung die Drehleiter der Stadtallendorfer Feuerwehr an. Im Verlauf des Einsatzes wurde ein Zug der Kernstadt-Feuerwehr inklusive eines Tanklöschfahrzeuges alarmiert. Angesichts des starken Qualmes waren zusätzliche Feuerwehrleute mit Atemschutz-Geräten zur Verstärkung erforderlich.

Die Feuerwehr musste mit Hilfe der Drehleiter von oben die extrem heißen Abluftleitungen der Haselnuss-Rösterei herunterkühlen. Die Leitungen verlaufen oberhalb des Daches. Immer wieder schlugen Flammen aus der Dachkonstruktion, die bekämpft werden mussten. Für die insgesamt rund 50 Feuerwehrleute dauerte der Einsatz bis weit in die Nacht.

Produktionsausfall wird kompensiert

Die städtische Feuerwehr rückte gegen 3.30 Uhr ab, für die Werkfeuerwehr dauerte die Brandbekämpfung noch weitere zwei Stunden. Vorsorglich war auch der Rettungsdienst vor Ort. „Der Einsatz hat deshalb so lange gedauert, weil eine Brandwache notwendig war, um ein Wiederaufflammen zu verhindern“, erläutert Sprecherin Sabine Lohr.

Karl-Heinz Feußner von der Betriebsdirektion des Stadtallendorfer Ferrero-Werkes ging davon aus, dass der Ausfall der Rösterei durch Zulieferungen von anderen Ferrero-Produktionsstätten zumindest teilweise kompensiert werden kann. „Das ist üblich, wenn es an einem unserer 18 Standorte zu Produktionsschwankungen kommt“, sagte Feußner. Gestern gab es zunächst eine genauere Schadensaufnahme am Brandort. Das Unternehmen rechnet damit, dass die Produktion im Werk ab der nächsten Woche wieder normal verlaufen wird.

  von Michael Rinde

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