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Fetter Kredit fliegt vorerst raus

Amöneburg Fetter Kredit fliegt vorerst raus

Mit Abstrichen gab es aus dem Kreishaus Daumen hoch für den Amöneburger Haushalt. Den Kredit für die Beteiligung am Windpark genehmigt die Kommunalaufsicht nicht - noch nicht.

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Im Roßdorfer Wald sind die Plätze für die fünf Windräder bereits gerodet.Archivfoto: Florian Lerchbacher

Amöneburg. Die Kommunalaufsicht habe den Haushalt 2015 genehmigt, den Gesamtbetrag der Kredite allerdings um zwei Millionen Euro gekürzt, sagte Michael Richter-Plettenberg. Geld, das die Stadt in die Beteiligung am Windpark stecken wollte. Bevor Investitionen „von erheblicher finanzieller Bedeutung beschlossen werden“, müssten Wirtschaftlichkeitsprüfungen vorliegen, heißt es in der Begründung. Ist diese Vorgabe erfüllt, werde der Kreis kurzfristig über die Genehmigung entscheiden. „Der Kredit wird uns also in Aussicht gestellt“, erklärte der Bürgermeister den Stadtverordneten.

Zum Stand der Verhandlungen über den Kauf der bei Roßdorf geplanten fünf Windräder von Projektierer Juwi äußerte er sich nicht. Es sei schwierig, lautete sein einziger Kommentar. Die Stadt plant, gemeinsam mit der Gemeinde Cölbe, der Energiegenossenschaft Marburg-Biedenkopf und den Stadtwerken Marburg als führendem Investor den Park zu kaufen und dann als Betreiber zu fungieren.

Allerdings scheint der zeitliche Druck relativ gering zu sein. Mal wieder kommt es bei dem Projekt zu Verzögerungen: Eigentlich sollten sich die Windräder noch in diesem Jahr drehen. Vor dem Jahr 2016 werde es damit aber nichts, berichtete der Bürgermeister.

Von Radladern und Bauplätzen in Mardorf

Ein zweiter Tagesordnungspunkt der Stadtverordnetenversammlung, in dem es um Geld ging, war eine außerplanmäßige Auszahlung für einen Radlader. Nach einem Unfall - ein Bus hatte das Fahrzeug gerammt (die OP berichtete) - ist der alte Radlader so stark beschädigt, dass eine Reparatur unwirtschaftlich wäre. 21500 Euro erhält die Stadt von der Versicherung und aus dem Verkauf der beschädigten Maschine. Der, so Richter-Plettenberg, sinnvollste Ersatz sei ein gebrauchter Radlader, Baujahr 2011 - der allerdings 30000 Euro koste. Dies sei wirtschaftlicher, als einen Radlader im Wert von 21500 Euro zu kaufen, erläuterte er. Die Stadtverordneten stimmten diesem Plan zu. Genauso fiel ihr Votum für einen Antrag der FWG aus, der auf einem alten Antrag der CDU basierte. Es gebe eine große Nachfrage nach Bauplätzen in Mardorf, erläuterte Rainer Schick. Das Angebot sei allerdings nicht vorhanden, so dass eine Familie gar weggezogen sei. Derzeit gebe es rund zehn Bauwillige. Mittelfristig könne der Bedarf bei 15 bis 20 Bauplätzen liegen. Aus diesem Grund fordert die Fraktion von der Stadt zum einen, dass diese die Eigentümer von Baulücken kontaktiert, um diesen einen Verkauf schmackhaft zu machen - notfalls mit sanftem Druck, wie sich Fraktionsvorsitzender Rudi Rhiel auszudrücken beliebte. Des Weiteren soll die Stadt ein Leerstandskataster erstellen - also leerstehende Altbauten ermitteln. Die FWG hatte ursprünglich auch noch beantragt, dass der Magistrat die Voraussetzungen für ein neues Baugebiet schafft - diesen Punkt des Antrages strich sie allerdings.

von Florian Lerchbacher

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Von Redakteur Florian Lerchbacher

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