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Festplatz braucht eine Frischzellenkur

Niederklein Festplatz braucht eine Frischzellenkur

Mit der Einweihung des neuen Kunstrasenplatzes verliert der Sport- und Festplatz mitten in Niederklein eine seiner beiden Funktionen. Ortsbeirat und Vereine wünschen sich eine Neugestaltung.

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Bisher diente der Platz am Bürgerhaus gleichzeitig als Sport- und Festplatz. Archivfoto: Rinde

Niederklein. Am Samstag hat der SV Niederklein mehrfach Grund zur Freude, dann endet unter anderem auch die Zeit des Kickens auf dem sanierungsbedürftigen Sport- und Festplatz am Bürgerhaus. In Stadtallendorfs größtem Stadtteil endet sogar eine Ära, die vor dem Zweiten Weltkrieg begonnen hat. Seinerzeit lag der Sportplatz am Rande des Dorfs. In den vergangenen Jahrzehnten ist das Dorf gewachsen. Mittlerweile liegt der Platz mitten im Ort.

Die Doppelnutzung als Sport- und Festplatz verhinderte bisher jeden Gedanken an eine Umgestaltung. Nach der Sandhasenkirmes musste der rund 4000 Quadratmeter große Platz Jahr für Jahr nach Scherben und Unrat abgesucht werden, damit dort wieder gekickt werden konnte.

Ortsvorsteher Hartmuth Koch hat den Anstoß gegeben, über die künftige Nutzung dieser zentralen Fläche nachzudenken. Dass der Platz nicht nur aus seiner Sicht im jetzigen Zustand verbleiben sollte, liegt nicht nur für ihn auf der Hand. Er hat bereits einen „runden Tisch“ aus Ortsbeirat und Vereinsvertretern ins Leben gerufen. Auch die Grundschule hat er eingebunden. Die Arbeit an einem Umgestaltungskonzept stehe aber noch ganz am Anfang. „Im Augenblick läuft eine erste Ideensammlung“, sagt Koch gegenüber der OP.

Festplatzcharakter soll erhalten bleiben

Eine vernünftige Befestigung des Platzes hätte aus Sicht des Ortsvorstehers viele Vorteile. So könnten die Vereine des Kirmesausschusses in Zukunft darauf verzichten, den Platz mit einem Holzbelag auszulegen. Den Vereinen erspare das bei jeder Kirmes einen vierstelligen Betrag.

Koch weiß auch um die Parkplatzsituation rund um das Bürgerhaus. Gerade bei größeren Veranstaltungen reicht der Platz nicht, Besucher stellen ihre Fahrzeuge in den Straßen in der näheren Umgebung ab. „Wir wollen mit allen Beteiligten eine Lösung erarbeiten. Doch klar ist auch, dass es bis zur Umsetzung etwas dauern kann“, sagt der Niederkleiner Ortsvorsteher. Schließlich sei die angespannte Finanzsituation der Stadt bekannt. Wichtig sei nur, dass mit dem Platz mittelfristig etwas geschehe. Koch rechnet dabei durchaus mit mehreren Jahren, die bis zu einer Veränderung des Platzes vergehen könnten.

Stadtallendorfs Bürgermeister Christian Somogyi will das Thema schrittweise angehen. Zunächst einmal müsse die Stadt den Platz erst formell wieder vom SV Niederklein übernehmen. Dann könnten neue Überlegungen angestellt werden, sagt Somogyi auf Nachfrage der OP. Den Festplatzcharakter will er in jedem Fall erhalten. Auch Somogyi sieht den Parkplatzbedarf rund um Niederkleins Bürgerhaus mit der Gastronomie in der näheren Umgebung. „Wir werden in Ruhe auch innerhalb der Verwaltung Überlegungen anstellen und müssen dann auch sehen, welche Kosten bei welchen Varianten entstünden“, sagt Somogyi. Auf eine Zeitschiene bis zu baulichen Veränderungen am Platz will er sich noch nicht festlegen. Zunächst sei für ihn der Kirmes-aussschuss ein wichtiger Ansprechpartner. Somogyi kann sich auch vorstellen, dem Ausschuss und den darin vertretenen Vereinen den Platz zu übergeben.

 Am Samstag, 27. Juli, ab 16 Uhr weiht zunächst der SV Niederklein seinen neuen Kunstrasenplatz ein.

von Michael Rinde

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