Volltextsuche über das Angebot:

7 ° / 7 ° Regen

Navigation:
Fest bringt das ganze Dorf zusammen

Speckswinkel Fest bringt das ganze Dorf zusammen

Das Dorffest in Speckswinkel erfüllte seinen Zweck: Es förderte den Zusammenhalt im Ort und brachte Spendeneinnahmen für den Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“.

Voriger Artikel
Rauschenberg steht vor einem Kraftakt
Nächster Artikel
Auf Stadt wartet ein Millionenprojekt

Der Gemischte Chor „Frohsinn“ Speckswinkel, unter der Leitung von Viktoria Lanz-Winter, sang von Sonne. Kleines Foto: Im Zollhof waren historische Bilder zu sehen. Fotos: Waldhüter

Speckswinkel. Der Regen am frühen Sonntagnachmittag sorgte beim Dorffest für einige Verwirrungen und brachte den Programmablauf gehörig durcheinander. Die Besucher zeigten sich unbeeindruckt und trotzen dem anfänglich schlechtem Wetter. Bis der Regen nachgelassen hatte und das Unterhaltungsprogramm der Vereine beginnen konnte, blieb Zeit für einen Besuch im Zollhof. Zum einen erwartete die Besucher dort eine Fotoausstellung mit rund 100 Fotos unter dem Titel „Unser Dorf im Wandel der Zeit“.

Zu sehen waren Fotodokumenten die bis in das Jahre 1896 zurückgingen. Heinrich Naumann hatte die Fotos zusammengetragen, die dann vom Arbeitskreis „Heimatkalender“ zusammen- und ausgestellt wurden. Wenige Meter weiter präsentierte die Speckswinkler Künstlerin Theresia Hübscher eine gelungene Zusammenstellung einiger ihrer Kunstwerke und Skulpturen. Darunter waren skizzenhafte Zeichnungen, expressive Aquarellbilder in verschiedenen Mischtechniken, Karikaturen, Landschaften und Portraits in Öl- und Acrylfarben, die sich durch ihre lebendige Art auszeichneten.

Die freischaffende Künstlerin lebt seit drei Jahren in Speckswinkel und ist Kunstlehrerin an der Stiftsschule in Amöneburg. Sie präsentierte zum ersten Mal ihre Werke in ihrem Heimatdorf. Zwei ihrer Werke stellte die Künstlerin zu Verfügung. Sie wurden im Laufe der Veranstaltung versteigert. Der Erlös kommt, genau wie der Erlös aus dem Verkauf der 21 gespendeten Kuchen, dem Projekt „Unser Dorf hat Zukunft“ zugute.

Für den gleichen guten Zweck konnten die Besucher Luftaufnahmen erwerben, die Fotograf Peter Lauritis von Speckswinkel gemacht hatte. Alle zwei Jahre, immer im Wechsel mit dem Teichfest, findet das Dorffest statt. Beteiligt waren mit der Trachten- und Volkstanzgruppe, dem Gemischten Chor „Frohsinn“, Feuerwehr, Sportverein, Burschenschaft, Verkehrs- und Verschönerungsverein und dem Jugendclub alle Speckswinkler Vereine. Sie sorgten für den Auf- und Abbau, übernahmen die Dienste und warben gleichzeitig um neue Mitglieder. „Heute ist Improvisieren angesagt“, erklärte Ortsvorsteher Karl Stehl mit Blick auf das Wetter. Er hätte lieber das sonnige Wetter des Vortages gehabt.

Ziel der Veranstaltung sei es die Dorfgemeinschaft zu fördern, für die Zukunft zu gestalten und lebendig zu erhalten, betonte Stehl mit dem Hinweis auf die zu kaufenden T-Shirt mit dem Aufdruck „Wir sind dabei“, die das Gefühl des Zusammenhalts auch nach außen sichtbar machten. Obwohl zunächst das schlechte Wetter die Verantwortlichen zum Improvisieren zwang, zeigte sich Karl Stehl zufrieden und freute sich, dass so viele Besucher gekommen waren. Rund 100 Gäste bevölkerten allein den Platz vor dem Zollhof. Vor dem Regen geschützt spielen die Stadtallendorfer Musikanten auf und im Laufe des Nachmittags ließ der Regen nach und der Gemischte Chor „Frohsinn“ Speckswinkel konnte die Darbietungen der Vereine auf der kleinen Bühne eröffnen. Chorleiterin Viktoria Lanz-Winter hatte Lieder von Sonne und guter Laune ausgewählt, die die Sängerinnen und Sänger gut gelaunt präsentierten.. Auch die Vorführungen der Trachten- und Volkstanzgruppe verzögerte sich, da die Holzbühne durch den Regen zunächst noch zu rutschig war. Groß und Klein erwartete mit den Vorführungen der Line-Dancer, dem Kinderschminken, dem Bau eines Insektenhotels und einem Nistkasten ein abwechslungsreiches Programm.

Horst Kurz und Ewald Kappauf hatten zahlreiche Baumstammabschnitte vorbereitet ,die sie gemeinsam mit den Kindern mit den unterschiedlichsten Materialien befüllten. Neben der Kirche hatten „Dörnbergs Recken“ ihr Lager aufgeschlagen. Sie luden zum Bogenschießen und Axtwurf ein. An einem mittelalterlichen Stand gab es selbst genähte Kinderkleidung und Filzarbeiten zu kaufen.

von Karin Waldhüter

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Ostkreis

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr