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Feldpost von der Front

Dokumentation zur Ausstellung Feldpost von der Front

Die Ausstellung zeigt zahlreiche Feldpostbriefe Kirchhainer Soldaten. Die OP dokumentiert einige dieser:

Kirchhain. Hans Prediger, Bäckermeister und Landsturmmann, schreibt am 1. April 1916 aus Göttingen an seine Mutter: Liebe Mutter. Sende Dir eine Aufnahme des großen Transports, der zu unserem Regiment gegangen ist. Nächsten Montag kommt Debus von Wolferrode, es ist einer der wenigen Überlebenden meiner Komp. u. wird Dir Näheres erzählen. Hans

Heinrich Dippel, Kaufmann und Gefreiter, schreibt an seinen Freund Hans Prediger: Im Felde 18/6. 17

Lieber Hans! Bin seit circa 6 Wochen wieder aus der Garnison fort + will wie bei meinem letzten Dortsein Dir + Deiner Mutter mal ein Lebenszeichen von mir geben. Bis zum Samstag, den 16., war ich im Rek. Dep. der 19. Inf. Div., die Kameraden sind Hannoveraner, Ostfriesen + Oldenburger + seit vorgestern hier in der Sturmschule. Das Bild ist ein Andenken an den Kurs am Granatenwerfer, den ich im Dep. mitgemacht habe, so ungefährlich wie das Ding aussieht aber so gefürchtet ist es von unseren Holden vis á vis. Ein Mann kann in einer Minute 6 Schuß abgeben, dieselben haben eine Wirkung wie die eines Feldgeschützes. Hier werden wir nun als Sturmtrupps ausgebildet, kannst also mal sehn was sie noch mit einem Landsturm-Rek. vorhaben. Sonst noch alles wohl, hoffe Selbiges von Dir + sendet Dir sowie Deiner Mutter, Deinem Schwager Boßhammer + allen bekannten Stammgästen die besten Grüße, Dein Freund Heinrich Dippel

Karl Hormel, Schlossermeister und Sergant, schreibt an den Stammtisch des Café Prediger: Zdzaro, d. 1. 3. 15 Anbei eine kleine Ansicht wie ein großer Teil von Russ. Polen durch die feldgrauen Maulwürfe wohnbar gemacht wurde und drinnen wohnt es sich nicht schlecht, fast besser wie in den Häusern wo man mit allen möglichen Haustierchen zu kämpfen hat. Was macht die Stammtischpolitik, gibt es bald Frieden ? Sind die Schoppen kleiner geworden ? Die frdl. Grüße an alle Stammgäste. Auf Wiedersehen

Karl Hormel Uffz. 9/83

Wilhelm Kleindopf, Schreinermeister und gemeiner Soldat, schreibt am 18. 4. 16 an seinen Sohn Fritz:

Feldpost, Schüler Fritz Kleindopf, Kirchhain Bz. Kassel auf dem Groth No. 26

M. l. Fritz! Deine Karte gestern erhalten, besten Dank. Auf dieser Karte siehst Du mich, wie ich gerade die Post geholt habe, hinter uns, das fehlende Fenster wirst Du später auf einem anderen Bild wiederfinden. Heute Nacht hatten wir die erste warme Nacht, jetzt wollen wir zur Entlausung. Gruß an Mutter. Mit Gruß Dein Vater.

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