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Fehlt eigentlich nur noch der Hase

Projekt Fehlt eigentlich nur noch der Hase

Mit Blick auf Ostern beschäftigt sich die Grundschule Großseelheim mit dem Thema Huhn und Ei. Höhepunkt ist eine Ausstellung, bei der die Kinder Küken beim Schlüpfen zuschauen können.

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Quelle: Yanik Schick

Großseelheim. Ein Raunen des Bedauerns geht durch den Raum, als Lehrerin Karina Möller ihre Schüler darum bittet, zurück ins Klassenzimmer zu gehen. Die Erstklässler, so entsteht der Eindruck, würden am liebsten den ganzen Tag vor der Brutstation sitzen und darauf warten, bis sich aus einem der Eier der Kopf eines Kükens streckt.

Vier Tage lang werfen die Kinder der Grundschule Großseelheim - jeweils für ein paar Minuten am Vormittag - einen Blick in den Großraum, in dem die Eier bei 37 Grad Celsius vor sich hin brüten. Sobald ein junges Huhn aus der Schale schlüpft, wird es unter eine Wärmelampe gelegt. Und damit die Schüler einen Eindruck davon bekommen, wie das Küken später aussehen wird, sind nur wenige Meter weiter drei ausgewachsene Bankivahühner in einem Gehege untergebracht.

„Wir beschäftigen uns jedes Jahr vor Ostern mit dem Thema Huhn und Ei“, erklärt Karina Möller gegenüber der OP, „das ist fest in unser Schulprogramm verankert“. Im Unterricht basteln die Kinder zum Thema, schauen Dokumentationen über Hühnerhaltung und färben in Kooperation mit dem Schulbiologiezentrum Biedenkopf Eier. Bei den Schülern, so Möller, entstünde dadurch Sensibilität im Umgang mit dem Ei. Welche Eier haben wir eigentlich zu Hause? Und was bedeuten die Zahlen, die auf der Schale stehen? Nur ein Teil der Fragen, die laut Aussage der Lehrerin in den vergangenen Tagen im Mittelpunkt stehen.

Verein seit Jahren dabei

Höhepunkt des Schulprojekts ist allerdings die Ausstellung im Großraum der Grundschule. Hühner und Eier werden vom Geflügelzuchtverein Großseelheim zur Verfügung gestellt. „Für die Kinder ist das natürlich faszinierend, das hat man nicht so oft“, sagt Möller. Schon seit Jahren unterstützt der Verein die heimische Grundschule, indem er einige Hühner zur hautnahen Beobachtung bereitstellt. Ein großer Nutzen für das Projekt, glaubt die stellvertretende Schulleiterin Regina Meissner. „Das ist lebensnahes Unterrichten“, betont sie, „wir versuchen, die Kinder damit an die Natur heranzuführen und ihnen etwas vom Leben zu vermitteln.“

von Yanik Schick

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