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Fassadenteile zerschmettern Autos

Feuerwehr-Übung Fassadenteile zerschmettern Autos

Das Zusammenwirken der Werkfeuerwehren der Firmen Winter und Ferrero der Freiwilligen Feuerwehr Stadtallendorf und Sanitätern der Bundeswehr klappte bei einer Übung in der Hessenkaserne bestens.

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Feuerwehrleute kümmerten sich vor einem leeren Gebäude der Hessenkaserne um die „Verletzten“ in zwei Autowracks. Um die Autos lagen Betonteile herum. Rechtes Foto: Bundeswehr-Sanitäter trugen ein „Opfer“ aus dem Gebäude, in dem es die angenommene Explosion gab. Fotos: Klaus Böttcher

Stadtallendorf. Samstagnachmittag in der Hessenkaserne. Eine Besucherschar von Feuerwehrleuten, Politkern, Unternehmensvertretern, Soldaten und des Roten Kreuzes sahen starken Rauch aus einem ehemaligen Unterkunftsgebäude quellen. Stadtallendorfs Stadtbrandinspektor Ulrich Weber betonte vor Beginn, dass es jährlich eine gemeinsame Übung der drei Wehren gebe und freute sich, dass bei diesem Szenario realitätsnah im Gebäude auch etwas zerstört und Wasser eingesetzt werden durfte.

Die Ausgangslage: Ein Gebäude der Firma Winter brennt und die Werkfeuerwehr wird alarmiert. Während der Anfahrt ereignet sich eine Explosion im Gebäude und Fassadenteile werden herausgesprengt. Sie fallen auf geparkte Autos, in denen zwei Personen eingeklemmt werden. Weil der Schaden sich ausgeweitet hat, wird die Alarmstufe erhöht und die Stadtallendorfer Feuerwehr sowie die Werkfeuerwehr der Firma Ferrero alarmiert. Wegen der Personen im Gebäude und in den geparkten Autos wird eine zufällig übende Sanitätseinheit der Bundeswehr um Hilfe gebeten. Dann rückte die Werkfeuerwehr der Firma Winter an und es folgten kurz danach die anderen Wehren. Jeweils in Zug-stärke, ungefähr 25 Feuerwehrleute, mit ihren Löschfahrzeugen und der Drehleiter. Mit den Soldaten des Sanitätszuges der 1. Kompanie des Luftlandefernmeldebataillons DSO sind rund 80 Einsatzkräfte mit fast 20 Fahrzeugen an der Übung beteiligt.

Für die Zuschauer sah das, was dann passierte ziemlich unübersichtlich aus, deshalb gaben Stadtbrandinspektor Ulrich Weber und sein Stellvertreter Daniel Prinz immer wieder Erklärungen ab. Schläuche wurden aus allen Richtungen ausgerollt, Gebäudebelüfter in Stellung gebracht, die Sanitäter stehen mit den Tragen bereit und das Drehleiterfahrzeug fährt in Position. Aus den ersten Strahlrohren spritzte bereits Wasser, die Belüfter verursachten mächtigen Lärm und verdrängten die Rauchschwaden ins Gebäude. Da waren Hilferufe vom Dach zu hören. Mit der Drehleiter rettete die Feuerwehr die Betroffenen, andere Rettungskräfte räumen Trümmer von den Autos und schneiden sie auf, um die Verletzten zu bergen. Aus dem Gebäude wurden Verletzte getragen und von den Sanitätern übernommen.

Am Ende zog der Stadtbrandinspektor im Gespräch mit der OP ein vorläufiges Fazit. „Die Menschenrettung müsste noch mehr im Vordergrund stehen, und einige Kleinigkeiten gibt es zu verbessern, aber im Allgemeinen bin ich zufrieden.“ Mit den Führungen der Werksfeuerwehren zusammen werde die Übung später ausgewertet.

Sichtlich beeindruckt zeigte sich Stadtallendorfs Bürgermeister Christian Somogyi. „Es gibt eine gute Zusammenarbeit. Wir können richtig stolz sein auf unsere Feuerwehren“, betonte er. Karl-Heinz Feußner von der Firma Ferrero erklärte: „Die Zusammenarbeit zwischen den beiden Werkfeuerwehren funktioniert hervorragend.“ Die Wehren der Unternehmen Ferrero und Winter stimmten sich selbst bei der Materialbeschaffung ab. „Die Zusammenarbeit mit der Stadt und der Feuerwehr ist sehr gut und auch mit den Sanitätskräften der Bundeswehr, das ist schon beeindruckend“, sagte Feußner.

von Klaus Böttcher

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