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Fasching aus dem Dorf für das Dorf

Karneval in Langenstein Fasching aus dem Dorf für das Dorf

Langenstein ist das Dorf der Sänger. Da wundert es nicht, dass das Jubiläum des Männergesangvereins im Zentrum des Langensteiner Faschings im Bürgerhaus stand.

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Das Langensteiner Männerballett brachte AC/DC auf die Bühne. Geht es nach Manuel Weitzel (kleines Foto), so folgt auf die Hard-Rocker im Sommer Helene Fischer.

Quelle: Mareike Bader

Langenstein. „Wer soll das bezahlen?“, durften die Narren beim Langensteiner Fasching oft genug singen. Denn die Attraktionen, die Manuel Weitzel stellvertretend für Georg Stock als „Stocki in der Bütt“ den Langensteinern freigiebig versprach, sorgten nicht nur beim Kassenwart des Männergesangvereins (MGV), Herbert Hohl, für Kopfgrübeln. Neben einem Bootcamp für die Nicht-Sänger des Vereins zur Stimmbildung und Freibier beim Fest zum 140-jährigen Bestehen stellte er dem närrischen Publikum sogar einen Auftritt von Helene Fischer in Aussicht.

Der zweite Vorsitzende des MGV, Manuel Weitzel, führte als Moderator durchs hausgemachte Faschingsprogramm aus dem Dorf für das Dorf, das die Sänger alljährlich gemeinsam mit der Volkstanzgruppe (VTG) organisieren.

Seit vielen Jahren wirft Willi Knack als Langensteiner Landbote bei diesem Anlass einen Blick zurück auf das vergangene Jahr. Dabei nahm er diesmal Abschied von seinem närrischen Kollegen Jürgen Dietz, der als „Der Bote vom Bundestag“ bei „Mainz, wie es singt und lacht“ bekannt war: „Seine politischen Reden waren mir immer ein Vorbild“, gedachte Knack des Verstorbenen.

Genesungswünsche für den Postboten: "Lauf Rainer, lauf"

Das Geschehen im Dorf wurde besonders von den Herbachspatzen wieder ausführlich mit musikalischen Einlagen kommentiert. „Lauf Rainer, lauf“, sangen die Männer und Frauen und wünschten damit dem kranken Postboten gute Besserung. Ergänzt wurden die Redebeiträge durch den Überraschungsgast Gisela Papst, die als Päpstin auftrat.

Für viel Schwung und Stimmung sorgten die „Langensteener Stickestecke“, die neben einem Gardetanz auch ein Showtanzprogramm zum Thema „Piraten“ boten und mit akrobatischen Einlagen die Narren begeisterten. Das Tanzprogramm der VTG-Gruppe wurde durch Hans-Jürgen Nau, Ehemann der 1. Vorsitzenden Christiane Nau, ergänzt, so dass schließlich „Schneewittchen und die acht Zwerginnen“ auf der Bühne standen. Dabei würde Nau eher als Rosenrot durchgehen, witzelte Manuel Weitzel und spielte damit auf Naus Teint an. Aber auch die Jugendgruppe bekam bei ihrem 90er-Jahre-Medley Verstärkung - von der „Langensteiner Conchita Wurst“.

Am meisten wurde einmal mehr das Männerballett bejubelt, das mit seinem originellen und witzigen Auftritt das Publikum mitriss. Von „Auld lang Syne“ von den Toten Hosen, über Britney Spears „Hit me baby one more time“ bis hin zu AC/DCs „All night long“ bewiesen die Langensteiner Männer nicht nur musikalisch große Wandlungsfähigkeit, sondern wechselten dabei auch mehrfach die Kostüme.

Ausgelassen wurde das Finale mit einer Polonaise gefeiert, die in eine lange Nacht überleitete.

von Mareike Bader

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