Volltextsuche über das Angebot:

22 ° / 10 ° wolkig

Navigation:
Fans stürmen bei Helenes Auftritt die Bühne

Karneval in Wohratal Fans stürmen bei Helenes Auftritt die Bühne

Es gab am Samstag in Wohratal viele Stars: tolle Eigengewächse des Wohrataler Karnevals und hochkarätige Gastgruppen aus anderen närrischen Hochburgen.

Voriger Artikel
Pfarrer weiß um Wege der "Götzen"
Nächster Artikel
Bessere Luft dank riesiger Ventilatoren

Umrahmt von anderen Aktiven boten „Helene Fischer“ (links) und Jens Ratz als Schlagerstar ein großes Finale.

Wohratal. Es tanzten, frei nach dem legendären Titelsong der „Muppetshow“, alle Puppen, der TSV Wohratal feierte Karneval, wieder in einem ausverkauften Bürgerhaus. Es gab eindeutige Volltreffer in dem durch und durch gelungenen Programm. Einer davon war Philipp Dommel, der seine ganz eigene Interpretation von Schlagerstar Helene Fischer präsentierte. Vor der Bühne versammelten sich Handyfotografen, die Narrenschar stand auf Stühlen und Tischen. Sitzungspräsident Jens Ratz verschob die Zugabe von Helene Fischer auf das Ende des Programms, sonst wäre wohl kein Halten mehr gewesen.

TSV Infinity

Fasching in Wohra 2014: Der TSV Wohratal feierte im ausverkauften Bürgerhaus. Herausragende Männerballette, ein routinierter Sitzungspräsident Jens Ratz und eine geniale Helene-Fischer-Interpretation.

Zur Bildergalerie

Für Ratz war es der 15. Auftritt als „El Präsidente“, doch dabei beließ er es (natürlich) nicht. Als junger Tenor musste er ebenso ran wie ganz am Ende ebenfalls als Schlagersternchen, Arm in Arm mit Helene Fischer, ein Karnevals-Urgestein eben.

Zwei Männerballette waren weitere Publikumsrenner. Erstmals war das Männerballett aus Homberg/Ohm in Wohratal dabei - Römer und Ägypter lieferten sich einen großen tänzerischen Kampf. Ganz anders, aber ebenso gut aufgelegt war das Männerballett Schoppendahles aus Selen, mal als preußische Soldaten, dann in hautenger Ganzkörpermaskierung. Natürlich ging keine der beiden Gruppen ohne Zugaben von der Bühne.

Wohratal braucht sich karnevalistisch nicht zu verstecken. Dass das so ist, verdankt die Narrenschar auch den Leistungen der Trachtentanzgruppen aus Halsdorf und Wohra, die eben vielseitig und vielfältig sind: beim Auftritt in WM-Kluft samt Bällen und Fahnen oder in „Dschungelkluft“. Die Feuerfunken des VfL Neustadt sind eine Augenweide und seit Anbeginn fester Bestandteil des Programms in Wohratal. Wieder bestätigten die Neustädter ihren herausragenden Ruf bei Garde- wie auch Showtanz. Dieses Mal war die Bürgerhaus-Decke für die Feuerfunken-Pyramide beinahe zu niedrig. Ein ähnlich hohes Niveau zeigte auch die Rote Garde aus Neustadt, ebenfalls gleich zweimal zu sehen.

Das Showballett „Gans anders“ vom Kirchhainer Kolpingkarneval ist ebenfalls ein nicht wegzudenkender Dauergast in Wohratal. In glitzernden Kostümen zeigten die Kirchhainerinnen, wie viel sie von Choreografie verstehen und wie gut sie aufeinander abgestimmt sind. Die Gruppe „Infinity“ vom TSV Kirchhain war tänzerisch ebenfalls bestens aufgelegt. Auch Marburgs karnevalistische Hochkaräter samt Prinzenpaar machten Station im kleinen Wohra, leider war die Garde krankheits- und verletzungsbedingt leicht dezimiert. Vier Gardemädels und später die Showtanzgruppe glichen das aber gekonnt wieder aus.

Was wäre eine Wohrataler Sitzung ohne Elferrat? Dieses Mal gaben sich die Herren in Kostümen der Muppet-Show die Ehre. Trotz Hitzewallungen angesichts der Beleuchtung behielten sie die Masken auf. Tanz im Gangnam-Style und laut Ratz mit Livegesang bildete einen weiteren Glanzpunkt am Ende der großen Show - dahinter verbarg sich „PSY“ aus Homberg/Ohm. Dank Wohrataler Firmen, die einzelne Gruppen sponserten, waren übrigens viele Auftritte überhaupt nur möglich geworden. Was bleibt, ist das Gefühl, einen trotz vollem Programm lockeren Abend erlebt zu haben. Am Samstag gab es bereits das Versprechen vieler Gruppen, im nächsten Jahr wiederzukommen.

von Michael Rinde

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Weiberfasching Momberg
Der „Knietanz“ der Frauengemeinschaft war ein Höhepunkt im Showprogramm. Kleines Foto: Karl-Heinz Schreiber startete eine Karriere als Funkenmariechen. Fotos: Yanik Schick

In Momberg übernahmen am Freitag die närrischen Weiber das Regiment im Dorfgemeinschaftshaus. 200 Frauen feierten dort ausgelassen.

Kostenpflichtiger Inhalt mehr

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr