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Familie von Unfallopfer kehrt in Heimatland zurück

Neustadt Familie von Unfallopfer kehrt in Heimatland zurück

Die Staatsanwaltschaft geht nach ihren Ermittlungen definitiv davon aus, dass es kein Fremdverschulden bei dem Unfall im Neustädter Bahnhof vor einer Woche gab. Eine 23-Jährige war von einem Güterzug erfasst worden.

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Nach dem Unglück im Neustädter Bahnhof stand der Güterzug, der die Frau erfasst hatte, auf dem Durchfahrtsgleis in Richtung Norden.

Quelle: Matthias Mayer

Neustadt. Bei dem Unglück vor sieben Tagen im Neustädter Bahnhof wurde eine 23 Jahre alte Frau, eine Bewohnerin der Erstaufnahmeeinrichtung, von einem durchfahrenden Güterzug erfasst und getötet (die OP berichtete). Die Familie des Opfers sei seitdem in der Erstaufnahmeeinrichtung betreut worden, erklärt Gabriele Fischer, Sprecherin des Regierungspräsidiums Gießen, gegenüber der OP.

Inzwischen habe sich die Familie der jungen Frau entschieden, in ihr Heimatland zurückzukehren. „Der Leichnam der 23-Jährigen wird dorthin überführt und bestattet“, sagte Fischer auf Anfrage dieser Zeitung. Ob es in Zukunft zusätzliche Informationen für Flüchtlinge zu Risiken auf Bahnhöfen und Gleisanlagen geben wird, vermochte Fischer noch nicht zu sagen. Güterzüge dürfen bis zu 120 Stundenkilometer schnell durch Bahnhöfe hindurchfahren. Wie schnell der Unglückszug am 19. August durch den Neustädter Bahnhof fuhr, ist nicht bekannt. Es hatte sich um einen langen Zug ausschließlich mit Kesselwagen gehandelt.

Ermittlungen bestätigen: "Das war ein tragischer Unglücksfall"

Die bisherigen Ermittlungen von Polizei und Staatsanwaltschaft haben bestätigt, was sich bereits am Tage des Unfalls klar abgezeichnet hatte. „Wir haben keinerlei Anhaltspunkte für ein Fremdverschulden. Das war ein tragischer Unglücksfall“, sagte Oberstaatsanwältin Ute Sehlbach-Schellenberg gegenüber der OP.

Die Einsatzkräfte der Feuerwehr Neustadt und des Rettungsdienstes hatten bei ihrem Eintreffen für die 23-Jährige nichts mehr tun können. Freiwillige hatten Reinigungsarbeiten im Gleisbett und am Unfallzug übernommen. Die Neustädter Feuerwehr musste in der vergangenen Woche zu zwei besonders belastenden Einsätzen ausrücken. Am Tag vor dem Unglück im Bahnhof war die Wehr bei einem tödlichen Verkehrsunfall bei Mengsberg im Einsatz.

von Michael Rinde

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