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Familiär, engagiert für den Verein und sportlich

Kreisschützenfest Familiär, engagiert für den Verein und sportlich

Es war eine besondere „Hochzeit“, aus der der Sport- und Schützenverein Hatzbach dereinst hervorging. Seit einem halben Jahrhundert gibt es Schießsport in Hatzbach.

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Ein Jugendlicher trainiert das Luftgewehrschießen auf dem Stand im Hatzbacher Sportheim. ­Rechtes Bild: Auch die Bogenschützen sind im SSV eine feste Größe geworden. Fotos: SSV Hatzbach

Hatzbach. Hatzbach. Es kommt auf Konzentration und Körperbeherrschung an, will ein Sportschütze Erfolg in seinem Metier haben. Das gilt für Luftgewehr- wie auch Bogenschützen gleichermaßen. An diesem Sonntag steht Hatzbach im Mittelpunkt des Schützenkreises 51. Dann findet dort das Kreisschützenfest statt, verbunden mit einem Umzug durch den Ort. Der Grund dafür: Seit 50 Jahren gibt es Schützensport in dem Stadtallendorfer Stadtteil. Am 8. Dezember 1966 gründete sich der Schützenverein „Eichwald“ Hatzbach. Am Anfang waren es 15 Schützen, die sich zusammengefunden hatten. Wobei es schon vor dem Zweiten Weltkrieg Schießsport im Ort gegeben hatte.

In der Festschrift zum Jubiläum und zum Kreisschützenfest ist von der Bedeutung zu lesen, die der junge Verein seinerzeit im Dorfleben schnell bekam. Es gab keinen Sportverein, „Schießsport wurde zum Breitensport“, heißt es in der Festschrift. Ein historischer Einschnitt war das Jahr 1999. Dort entschied sich der Sportverein Hatzbach und der Schützenverein Eichwald, zusammenzugehen - und das in mehrfacher Hinsicht. Der „Sport- und Schützenverein Hatzbach“ entstand. Gemeinsam entstand das Sportheim, in dessen Keller sich nach wie vor ein Luftgewehrstand mit 11 Bahnen befindet. Im März 2001 traten die Schützen dem neugegründeten SSV formal bei. Und heute? Die Schützenabteilung stellt drei Mannschaften. Die erste Mannschaft hält sich beständig in der Kreisklasse. Für einen Verein von dieser Größe ist das eine besondere Leistung, hinter der auch intensives Training steckt. Ende August beginnt die sportliche Saison wieder.

Außerdem wächst zugleich die Zahl der jungen Bogenschützen im Verein. „Manche jungen Bogenschützen finden dann auch den Weg zum Luftgewehrschießen“, sagt Nadine Fuchs. Sie leitet die Schützenabteilung gemeinsam mit André Jakob. Beim Gespräch mit Vorstandsmitgliedern des Vereins kommt schnell rüber, dass sich die Schützen im SSV Hatzbach als Teil der großen „Vereinsfamilie“ sehen. „Das harmonisiert und passt, jeder kennt den anderen, jeder hilft mit“, umschreibt es Uwe Wagner. Die damalige „Vereinsehe“ war also die richtige Entscheidung.

Natürlich könnten die Schützen weiteren Nachwuchs gut gebrauchen, wie so viele andere Vereine. Wer sich für den Schießsport oder das Bogenschießen interessiert, ist den Hatzbachern willkommen.

Durch die dritte Mannschaft werden junge Schützen auch schnell an Wettkämpfe herangeführt, sammeln ihre ersten Erfahrungen außerhalb des Trainings, auch ein kleines Markenzeichen der Hatzbacher.

Gefeiert wird auch am Freitag und Samstag, allerdings ist das Teil der Zeltkirmes der Burschenschaft. Am Freitag gibt es ab 21 Uhr „Bacardi Caribean Night“, am Samstagabend das traditionelle Burschenschaftstreffen. Während des gesamten Wochenendes unterstützen sich die Vereine gegenseitig.

Höhepunkt des Kreisschützenfestes am Sonntag ist der Umzug. Etwa 30 Vereine aus dem Schützenkreis und dem Ort nehmen teil. Vor dem Umzug wird die Ortsdurchfahrt Hatzbach bis etwa 14.30 Uhr gesperrt.

- Wer Interesse am Schießsport in Hatzbach hat, kann während des Trainings donnerstags von 17.30 bis 19.30 Uhr im Sportheim in Hatzbach vorbeikommen.

Der Festablauf

Am Sonntag ist folgender Ablauf des Kreisschützenfestes geplant: ab 11 Uhr Gottesdienst im Festzelt;

12.30 Uhr: Aufstellung des Festzuges in Richtung Wolferode;

13.15 Uhr: Festzugsbeginn;

ab 14.30 Uhr: Begrüßung und Ehrungen im Festzelt; danach Feiern im Zelt mit Livemusik der „Original Antrifttaler Musikanten“.

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