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Fahrzeug hat Feuertaufe bestanden

Einweihung Fahrzeug hat Feuertaufe bestanden

Emsdorfs Feuerwehr verfügt jetzt über ein modernes Fahrzeug, das im Gegensatz zum Vorgänger auch Löschwasser mitführt.

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Emsdorfs Wehrführer Peter Kläs nahm den symbolischen Fahrzeugschlüssel vom Ersten Stadtrat Dietmar Menz entgegen, umringt von weiteren Offiziellen von Feuerwehr und Politik. Foto: Böttcher

Emsdorf. Schrill ertönte am Samstag das Martinshorn des neuen Feuerwehrautos durch die gesperrte Willersdörfer Straße in Emsdorf. Und dann erschallte ein zweiter Ton, auch der des Martinshorns, aber leiser. Der zweite Ton sei für den Ort gedacht und der lautere für Einsatzfahrten außerhalb der Ortschaft, erklärt der Emsdorfer Wehrführer Peter Kläs den vielen Einwohnern und Gästen bei der Vorstellung des neuen Fahrzeuges.

Doch das Martinshorn in zwei Tonlagen ist nicht das einzige Neue am aktuellen Fahrzeug der Emsdorfer Feuerwehr. „Bisher hatten wir ein TSF, jetzt haben wir ein TSFW“, erzählt der stellvertretende Wehrführer Thorsten Lecher. Dies bedeutet: Beim alten Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF) musste Wasser aus dem Hydranten oder aus einem Gewässer entnommen werden. Das neue Tragkraftspritzenfahrzeug Wasser (TSFW) hat einen integrierten Wassertank von fast 1000 Litern, der ein schnelleres Löschen an jedem Einsatzort ermöglicht. Die Emsdorfer Einsatzabteilung hat auf die weitere Ausstattung Einfluss genommen. „Wir haben auf den Stromgenerator verzichtet und dafür einen Lichtmast genommen. Das war sinnvoller, denn nun können wir den Einsatzort gut ausleuchten“, erklärte Lecher und zeigte eine weitere Neuerung, die besonders von den Atemschutzgeräteträgern als angenehm empfunden wird.

Bisher mussten die Atemschutzgeräte, die etwa 25 bis 30 Kilogramm wiegen, aus dem Führerhaus genommen und auf den Rücken geschnallt werden.

Beim Nachfolger wird ein Schlitten aus dem Fahrzeug gefahren. Die Feuerwehrleute müssen quasi nur in den Rucksack mit Flaschen hineinschlüpfen. Sechs Leute, also eine Staffel, haben in dem Auto von Iveco Platz, das mit 170 PS auch stärker motorisiert ist als es der 25 Jahre alte Vorgänger von Mercedes war.

Das Fahrgestell des neuen Fahrzeuges wurde vom Land finanziert und der Rest von der Stadt. Die Ausstattung habe 37 000 Euro gekostet, erklärte Kirchhains Erster Stadtrat Dietmar Menz. Der Förderverein der Feuerwehr habe sich mit 8 000 Euro beteiligt.

Dietmar Menz erinnerte daran, dass wenige Tage nach Indienststellung das Fahrzeug seine Feuertaufe beim Brand in der Tapetenfabrik erlebt habe. Er lobte die schlagkräftige Einsatzabteilung der Emsdorfer Wehr. „In Emsdorf gibt es nicht nur Lippenbekenntnisse, sondern es werden die Ärmel hochgekrempelt.

Der Emsdorfer Ortsvorsteher Winfried Kläs schloss sich dem Lob an und wies auf den zutreffenden Slogan oben am neuen Fahrzeug hin: „Unsere Freizeit für ihre Sicherheit“. Zugleich lobte er die Arbeit der Jugendfeuerwehr und erklärte: „Ich habe für die Zukunft keine Bedenken, die Arbeit der Einsatzabteilung ist auf Jahre gesichert.“

Nach dem offiziellen Teil mit der symbolischen Schlüsselübergabe feierten die Emsdorfer mit den Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehr das neue Fahrzeug mit einem zünftigen Dämmerschoppen.

von Klaus Böttcher

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