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Fest Färben mit Naturmaterialien

Beim Sommerfest der Heilpädagogischen Gemeinschaft stand das Projekt "Seven Gardens" im Vordergrund, wofür die Landtagsabgeordnete Angela Dorn die Schirmherrschaft übernommen hatte.

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Beim Sommerfest der Heilpädagogischen Gemeinschaft wurde mit Färberpflanzen experimentiert

Quelle: Klaus Böttcher

Kirchhain. Das Sommerfest der Heilpädagogischen Gemeinschaft (HPG) ist immer gut besucht und es gibt Essen, Trinken und ein kleines Programm. Das wurde in diesem Jahr von der eigenen Band und der Kindertrachtengruppe Wohratal gestaltet. Beim Sommerfest hatten die Bewohner der HPG ebenso wie kleine und große Besucher die Möglichkeiten, das mittlerweile einjährige Projekt „Seven Gardens“ hautnah zu erleben oder selbst Hand anzulegen. Das Projekt ist aufgebaut auf den sieben Kunstgärten des Künstlers Peter Reichenbach. „Seven Gardens“ ist mittlerweile eine offizielle Maßnahme der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung.“ Die Basis des Projekts sind die Färbergärten, also die Gewinnung von Naturfarben aus sogenannten Färberpflanzen.

Neben der Verarbeitung von Kräutern zu Limonade oder Salat gehört das Kennenlernen von Wild- und Heilkräutern dazu. Es wurden Färberpflanzen angebaut und fahrbare Hochbeete gebaut oder Stoffe gefärbt. Des Weiteren soll ein Buch über Farbrezepte, die Herstellung von eigener Kosmetik, Tinte oder Zeichenkohle sowie die Erkenntnis zur gesunden, vollwertigen Ernährung entstehen.

Auf dem Tisch stand ein großer Strauß mit den verschiedensten Pflanzen. Jeder hatte einen Mörser vor sich und zerdrückte die Pflanzen, gab eine Flüssigkeit, beispielsweise Zitronensaft, dazu und staunte über die erhaltene Farbe. An einem Platz in der Werkstatt saß die Landtagsabgeordnete der Grünen, Angela Dorn, und mischte begeistert eine Farbe, nachdem sie zuvor schon ein paar Pinselstriche am Fachwerkhaus angebracht hatte. „Hier ist jeder Mensch willkommen und auf Augenhöhe“, so die Politikerin, die gerne die Schirmherrschaft übernommen hatte.

Für diese Einrichtung sei es wichtig, dass die Menschen von außen kommen. Dorn wünsche sich ein Kooperationsprojekt mit einem Kindergarten, denn Inklusion könne hier wunderbar gelebt werden.

von Klaus Böttcher

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