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Fachleute raten zur großen Lösung

Reparaturarbeiten am Kirchendach haben begonnen Fachleute raten zur großen Lösung

Es tut sich was an der katholischen Kirche St. Elisabeth in Kirchhain. Die Instandsetzungsarbeiten an dem durch eine Sturmböe zum Teil zerstörten Dach haben begonnen.

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Am Dach der katholischen Kirche St. Elisabeth wird gearbeitet. Möglicherweise wird die komplette Dachseite zur Hindenburgstraße erneuert. Foto: Matthias Mayer

Kirchhain. Mitarbeiter der Emsdorfer Firma Pfeiffer Holzbau haben gestern bereits einige Balken des beschädigten Dachstuhls ersetzt. Das Team von der Kirchhainer Firma Müller-Bedachungen steht bereit, das auf einer Breite von rund sieben Metern zerstörte Dach neu mit Naturschiefer einzudecken. „Allein die Beschieferung dieser Fläche wird zwei bis drei Wochen in Anspruch nehmen“, sagte Stefan Heim, Inhaber des Dachdeckerunternehmens, gestern der OP.

Heim war gestern Vormittag auf dem Weg zu einer Besprechung der Bauleute mit Vertretern der Kirchengemeinde und einer Vertreterin des Bistums Fulda. Bei diesem Gespräch sollte auch über den Umfang der Bauarbeiten gesprochen werden. Zur Diskussion stand als kleine Lösung, nur den zerstörten Teil des Daches wieder aufzubauen oder die komplette Dachseite Richtung Hindenburgstraße zu erneuern.

Wie Pater Josua gestern Abend auf OP-Anfrage berichtete, geht die Tendenz der Fachleute dazu, die komplette Dachseite zu erneuern. Dafür seien auch schon Kostenvoranschläge vorgelegt werden. Die endgültige Entscheidung müsse jedoch der Verwaltungsrat treffen, sagte der Franziskaner-Pater dieser Zeitung.

Der Verwaltungsrat tagt bereits am morgigen Donnerstag. Das Gremium werde - so Pater Josua - vom Architekten der Gemeinde fachlich beraten.

Wie der Seelsorger weiter berichtete, konnte mit den Arbeiten zur Schließung des Daches bereits begonnen werden, da die Versicherung inzwischen grünes Licht für das Vorhaben gegeben habe. Seit dem 14. April war das schadhafte Dach lediglich mit Kunststoff-Planen abgedeckt.

Das Unglück war am Nachmittag des 14. April während eines kurzen, aber heftigen Unwetters über Kirchhhain über das Gotteshaus und über die römisch-katholische Kirchengemeinde hereingebrochen. Mit einem lauten Knall deckte um 16.30 Uhr eine Sturmböe einen Teil der zur Hindenburgstraße ausgerichteten Dachhälfte ab. Hunderte Schieferplatten und Teile des Dachstuhls stürzten auf die Straße. Zugleich drohte das eindringende Regenwasser, die kostbare Orgel zu zerstören. Dieser war gerade erst aufwändig restauriert worden, wobei die Gemeinde durch Spenden, Veranstaltungen und Benefizaktionen einen Großteil der erforderlichen Mittel selbst aufgebracht hatte.

Den Kirchhainer Feuerwehren und einer Fachfirma gelang es, mit einem gut vierstündigen Großeinsatz, die Orgel mit Planen abzudecken und zu retten. Nach dem großem Schrecken war die Kirche zur Feier der Osternacht wieder nutzbar.

von Matthias Mayer

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