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"Es ist cool, drin zu sein, aber auch echt warm"

Kirmesbär "Es ist cool, drin zu sein, aber auch echt warm"

Vier Tage lang feiern die Mengsberger ihre traditionelle Kirmes. Doch vor dem Startschuss hatte sich die Burschenschaft zunächst die wichtige Genehmigung beim Ortsvorsteher abzuholen.

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Zur Eröffnung führte Dominik von Holten den angeketteten Strohbären samt Gefolge durch Mengsberg.

Quelle: Yanik Schick

Mengsberg. Wenn der Strohbär über den Hof von Karlheinz Kurz steppt, weiß auch der letzte Mengsberger Bescheid: Die Kirmes steht wieder vor der Tür. Zu Blasmusik und den Anfeuerungsrufen der Burschen tanzte die auffällige Symbolfigur voller Elan vor - und erntete angesichts der prallen Sonne auch ein wenig Mitgefühl. „Es ist eine Katastrophe“, wusste Dominik von Holten, der Vorsitzende der Burschenschaft, der 2007 selbst Kirmesbär gewesen war.

Denn unter dem dichten Strohkleid schraubte sich die Temperatur für seinen Träger noch ein wenig mehr in die Höhe. Letzterer kam in diesem Jahr übrigens zum ersten Mal in der Kirmesgeschichte aus dem Nachbarort Momberg. Der 17-jährige Jan Walter hatte sich bereiterklärt, den Kirmesbär zu spielen. „Bei der Vollversammlung haben einige gefordert, dass ich das machen soll“, erzählte er. Walter stellte am Freitagabend fest: „Es ist cool, drin zu sein, aber auch echt warm.“

Wichtiges Signal für "interkommunale Kooperation"

Mit einem Augenzwinkern wertete Ortsvorsteher Karlheinz Kurz die Einbindung des Mombergers als wichtiges Signal. „Es steht für interkommunale Kooperation. Mengsberg und Momberg müssen zusammenarbeiten“, forderte er und hoffte, dass so manche Rivalität zwischen den Feierlaunigen beider Dörfer damit beglichen werden konnte.

Außerdem erteilte Kurz dem „Kirmespapa“ Dominik von Holten die obligatorische Erlaubnis zur Austragung der Kirmes.

Kirmes endet mit Spielenachmittag

Begleitet von der Musik der „Silver Boys“ und angeführt vom Kirmesbär zog der Tross daraufhin durch das Dorf und eröffnete das Feier-Wochenende. „Es ist gut, dass diese Tradition hochgehalten und gepflegt wird“, fand Neustadts Bürgermeister Thomas Groll. Am Samstag ging es zunächst mit der Schlagerband „Silver Boys“ aus der Schwalm weiter, die auf Anhängern Ständchen spielte. Am Abend lud der Ausrichter zum Burschenschaftstreffen ins Festzelt.

Die Blaskapelle Momberg, der Männergesangverein Mengsberg und der neugegründete Projektchor der Burschenschaft begleiteten am Sonntagmorgen den traditionellen Festgottesdienst. Danach gab es am Sportplatz einen Spielenachmittag samt Menschenkicker, Schießbude, Torwandschießen mit Geschwindigkeitsmessung und Hüpfburg. Der Tanzabend am heutigen Montag wird die Mengsberger Kirmes wie gewohnt abschließen.

von Yanik Schick

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