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Es „grünt“ in der Stadtpolitik

Stadtallendorf. Es „grünt“ in der Stadtpolitik

Mit einer außergewöhnlichen religiösen Feierstunde stimmten sich Stadtverordnete und Stadträte am Donnerstagabend auf die zahlreichen Sitzungen der grade begonnenen Legislaturperiode ein.

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In einer religiösen Feierstunde stimmte sich das Stadtparlament auf die neue Legislaturperiode ein.

Quelle: Michael Rinde

Stadtallendorf. Hodscha Hasri Okan zitierte im Ausstellungsraum der Stadthalle die Eröffnungssure des Korans. In ihr wird Allah darum gebeten, die Muslime auf einen graden Weg zu führen. Erstmals gab es in Stadtallendorf zu Beginn einer Legislaturperiode des Stadtparlaments eine religiöse Feierstunde.

An ihr beteiligten sich Pfarrer Diethelm Vogel für die katholischen Gemeinden, Pfarrer Thomas Peters für die evangelische Gemeinde und Hodscha Okan für die muslimische Gemeinde der Fatih-Moschee.

Auch Stadtverordnete seien während ihrer Arbeit mit höherer Gewalt oder dem Schicksal konfrontiert. „Auch wir sind auf Hilfe von oben angewiesen. Ob wir an Gott oder Allah glauben, ist letztlich jedem überlassen“, sagte Stadtverordneten-Vorsteher Hans.Georg Lang zu Beginn. Die Einbindung der muslimischen Gemeinde liege nahe. Eine Stadtverordnete ist Muslimin, zudem gehören rund 20 Prozent der Stadtallendorfer Bürger dem muslimischen Glauben an.

Beide Pfarrer hielten kurze Ansprachen und formulierten Gebete, in denen sie auf verschiedene Weise den Parlamentariern Verstand und das Bemühen um Ausgleich bei ihren Gewissenentscheidungen wünschten.

Am Abend absolvierten die Parlamentarier anschließend die dritte und wieder sehr kurze Stadtparlamentssitzung. Sie war beinahe ausschließlich von der Energiepolitik vor Ort geprägt. Es ging „grün“ in den Aussprachen zu, auch wenn die beiden zur Abstimmung stehenden Prüfanträge von der CDU-Fraktion stammten.

So beantragte die CDU, die Möglichkeiten der Umstellung der städtischen Lichtquellen, insbesondere der Straßenlaternen, auf LED-Technik zu prüfen. „Jede Energie, die gespart wird, braucht nicht produziert zu werden“, betonte Dieter Erber. Bis zu 85 Prozent Einsparung brächte der Einsatz von LED-Technik, warb Erber.

von Michael Rinde

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