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Es gilt noch mehr: Wer rast, der zahlt

Vier neue Blitzer im Ostkreis Es gilt noch mehr: Wer rast, der zahlt

Im Ostkreis wird es demnächst an vier weiteren Standorten stationäre Blitzer geben. Das bestätigten die Bürgermeister Michael Emmerich (Rauschenberg) und Peter Hartmann (Wohratal) auf Anfrage der OP.

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Dieses Messgeräte ermittelte in der Rauschenberger Bahnhofstraße so viele Geschwindigkeitsübertretungen, dass die Polizei dort den Aufbau einer Blitzersäule genehmigte. Foto: Matthias Mayer

Rauschenberg/ Wohratal. Die beiden im Nordwesten des Ostkreises gelegen Kommunen bilden gemeinsam mit Kirchhain für die Geschwindigkeitsüberwachung einen Ordnungsbezirk. Zusammen mieten sie ein mobiles Messgerät an, dass aber vergleichsweise selten zum Einsatz kommt. So hat Wohratal lediglich einen Nutzungsanspruch von einem oder zwei halben Tagen im Monat. Die Kontrolldichte an den besonders gefährdeten Punkten in den Straßennetzen der drei Kommunen soll nun durch einen Vertrag mit dem Dienstleister German Radar wesentlich erhöht werden. Das Unternehmen wird, wie ausführlich berichtet, in Kirchhain in der Röthestraße und in der Dresdner Straße stationäre Messgeräte aufstellen. Dazu kommen jetzt noch die Blitzer in Rauschenberg und in Wohratal.

Rauschenberg prüft weitere Standorte

In Rauschenberg ist die untere Bahnhofstraße als Standort für eine Blitzersäule vorgesehen, die etwa auf Höhe des Autohauses Horst in beide Richtungen die Geschwindigkeit messen soll. Dieser Standort sei nach Probemessungen von der Polizei genehmigt worden, erklärte Bürgermeister Michael Emmerich. Die Stadt bemühe sich derzeit um eine ständige Geschwindigkeitsüberwachung an anderen Stellen im Stadtgebiet. Allerdings seien diese noch nicht spruchreif.

In Wohratal hat die Polizei, so Bürgermeister Peter Hartmann, drei Standorte genehmigt. Diese sind:

  • Vor der Grundschule Wohra in der Tempo-30-Zone. Dort wird eine Blitzersäule montiert, die in beide Richtungen misst.
  • Am Kindergarten Halsdorf in der Tempo-30-Zone. Hier werden zwei „Staren-Kästen“ in beide Richtungen die Einhaltung der Geschwindigkeitsbeschränkung überwachen.
  • Auf der Ortsdurchfahrt von Halsdorf im Bereich des Schulweges, der zur Mittelpunktschule führt. Auch für diesen Standort sind zwei „Starenkästen“ vorgesehen. „Es geht uns nicht um Abzocke, sondern primär um den Schutz der Kinder. Wenn wir auf das Geld verdienen aus gewesen wären, dann hätten wir uns um Blitzer an der Bundesstraße 3 zwischen den beiden Kreisverkehren bemüht“, erklärte Peter Hartmann. „Ich halte die von uns gewählten Standorte für angemessen“, sagte der Bürgermeister, der sich über das Ergebnis der Probemessungen auf der Ortsdurchfahrt Halsdorf entsetzt zeigte: „Da wird viel zu oft viel zu schnell gefahren.“ 

German Radar stellt die Geräte für die Kommunen kostenfrei auf. Das Unternehmen wird dafür an den Erlösen aus der Geschwindigkeitsüberwachung beteiligt und an jedem „Blitz“ mitverdienen. Die Firma, die jetzt auch Vertragspartner der Stadt Biedenkopf ist, setzt für die Geschwindigkeitsmessung Lasertechnologie ein. Diese Technologie habe gegenüber den inzwischen weit verbreiteten Induktionsschleifen im Fahrbahnbelag einen wesentlichen Vorteil, weil bei Straßenbauarbeiten keine Schleifen erneuert werden müssten, erklärte der unter anderem für Sicherheit und Ordnung zuständige Kirchhainer Fachbereichsleiter Gordon Schneider gegenüber der OP. Die Stadt Kirchhain wird für ihre Partner Rauschenberg und Wohratal im Zusammenhang mit der Geschwindigkeitsüberwachung die administrativen Aufgaben übernehmen, Eine entsprechenden Vertrag wollen die drei beteiligten Bürgermeister in der kommenden Woche unterzeichnen.

von Matthias Mayer

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Von Redakteur Florian Lerchbacher

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