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Es bleibt bei "Überlegungen"

Es bleibt bei "Überlegungen"

Die vom Landkreis seinerzeit aufgestellten Flüchtlingsnotunterkünfte stehen weiterhin leer. Im April wird das Land sein Standortkonzept präsentieren. Dann dürfte es Klarheit geben, auch in Kirchhain.

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Der frühere Rewe-Markt ist als Notunterkunft hergerichtet. ­Genutzt wurde sie vom Land bisher nicht. Foto: Michael Rinde

Quelle: Rinde

Kirchhain. Wenige Themen haben Teile der Kirchhainer Bevölkerung in der jüngeren Vergangenheit so emotionalisiert wie die Umwandlung des früheren Rewe-Marktes in eine Flüchtlings-Notunterkunft (die OP berichtete ausführlich). Genutzt wurde das für 160 Menschen hergerichtete Gebäude für diesen Zweck bisher nicht.

Dass es doch noch irgendwann als Notunterkunft genutzt werden könnte, ist mehr als ungewiss. Derzeit prüft das Sozialministerium die Entbehrlichkeit von Flüchtlingsunterkünften, wie diese Zeitung berichtete. Am Ende soll ein Standortkonzept stehen, das Sozialminister Stefan Grüttner im Laufe des Aprils vorstellen wird.

Dann wird auch über die weiteren leeren Notunterkünfte am Kirchhainer Festplatz wie auch in Wenkbach und Dautphe entschieden sein. Dies gilt auch für die mittelfristige Zukunft der Erstaufnahmeeinrichtungen in Neustadt, Marburg und Stadtallendorf. Allerdings hatte Grüttner am Dienstag auch bereits betont, dass das Land Reserven bereithalten will angesichts der ungewissen Entwicklung der Flüchtlingszahlen.

Land erstattet sämtliche Unterhaltungskosten

In Kirchhain ging allerdings das Gerücht um, dass der Landkreis möglicherweise andere Pläne für das leere, aber umgebaute frühere Marktgebäude in der Straße Im Riedeboden haben könnte. Demnach, so wurde gegenüber der OP spekuliert, könnte der Landkreis das Gebäude ja für die dauerhafte Unterbringung von Flüchtlingen nutzen.

„Das war zeitweise angedacht, wird von uns aber aus verschiedenen Gründen zurzeit nicht weiterverfolgt“, erklärt Kreissprecher Dr. Markus Morr auf Nachfrage der OP. Allerdings verweist auch der Landkreis auf die Ungewissheiten, die sich angesichts der nicht vorherzusagenden Entwicklung der Flüchtlingszahlen ergeben.

Das Land erstattet dem Kreis sämtliche Unterhaltungskosten für die Notunterkünfte weiterhin. Während der Wintermonate müssen Leichtbauhallen und Gebäude beheizt werden. Alle Einrichtungen werden auch täglich überprüft. Sie sind nach wie vor eingezäunt.

Um Menschen dauerhaft in der hergerichteten Notunterkunft „alter Rewe-Markt“ unterbringen zu können, müsste der Landkreis das Gebäude in jedem Falle ein weiteres Mal im Inneren umbauen. Die Zimmer dort sind 20 Quadratmeter groß und hätten zwischen sechs und acht Menschen behelfsmäßig Platz bieten sollen. Das alte Lebensmittelmarkt-Gebäude wurde schließlich nur als Notunterkunft konzipiert.

von Michael Rinde

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