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Erzbischof von Bamberg feiert Jubiläum in der Heimat

40 Jahre Priester Erzbischof von Bamberg feiert Jubiläum in der Heimat

Fast genau 40 Jahre nach seiner Heimatprimiz kehrt der Bamberger Erzbischof Prof. Ludwig Schick nach Mardorf zurück. Um 14 Uhr hält er am Sonntag in der Pfarrkirche St. Hubertus ein Pontifikalamt.

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Erzbischof Ludwig Schick ist in Amöneburg ein gern gesehener Gast. Bei der Magdalenen-Oktav vor zwei Jahren segnete er nach dem Gottesdienst die Gläubigen.

Quelle: Archivfoto

Mardorf. Seit rund 13 Jahren ist Ludwig Schick Erzbischof von Bamberg - und der Stolz der Mardorfer. Am Sonntag kehrt der 65-Jährige in die Heimat seiner Familie zurück, um ein Jubiläum zu feiern: Seit 40 Jahren ist er Priester - am 15. Juni 1975 hatte ihn Bischof Eduard Schick geweiht. Am 22. Juni 1975 hielt Ludwig Schick dann in Mardorf seine Heimatprimiz - und lässt fast auf den Tag genau 40 Jahre später an gleicher Stelle ein Pontifikalamt folgen. Pfarrer Marcus Vogler übernimmt dabei die Predigt: „Der Erzbischof hat mich darum gebeten“, berichtet er und freut sich über die Ehre, die ihm zuteil wird.

40 Jahre sind wie im Flug vergangen

Am Montagabend hielt Schick im Bamberger Dom einen festlichen Gottesdienst, mit dem er sein Jubiläum erstmals feierte. Dort sagte er, dass die 40 Jahre wie im Flug vergangen seien: „Gott hat mich auf seinen Flügeln getragen“, lautete seine Erklärung.

Dabei hatte es einst weder im katholischen Mardorf noch in Amöneburg, wo er zur Schule ging, so ausgesehen, als würde er den Weg eines Mannes Gottes einschlagen. Die Mardorfer sagen zwar, Ludwig Schick sei schon als Kind besonders fromm gewesen. In seiner Zeit als Stiftsschüler strebte er allerdings eine Laufbahn als Lehrer oder Arzt an. „Ich wollte etwas machen, womit ich anderen Menschen helfen kann. Und überhaupt Kontakt mit Menschen haben“, sagte er vor einigen Jahren in einem OP-Interview. Letztendlich entschied er sich aber doch noch um.

Schick studierte Theologie und Philosophie

1969 machte Schick das Abitur. Anschließend studierte er katholische Theologie und Philosophie in Fulda und Würzburg. Nach seiner Weihe wurde er Kaplan in Neuhof (bei Fulda). Er promovierte im Jahr 1980 an der Päpstlichen Universität Gregoriana in Rom. Ein weiterer Meilenstein war das Jahr 1987, als er zum Domkapitular im Bistum Fulda berufen wurde. 1995 folgte die Ernennung zum Generalvikar der Diözese. Papst Johannes Paul II., der Schick 1996 den Titel Päpstlicher Ehrenprälat verliehen hatte, ernannte ihn 1998 zum Weihbischof in Fulda. Am 28. Juni 2002 folgte, ebenfalls durch Johannes Paul II., die Ernennung zum Erzbischof in Bamberg. Seit 2007 ist Schick Träger des Bundesverdienstkreuzes erster Klasse.

  • Der Gottesdienst findet am Sonntag ab 14 Uhr in Mardorf statt. Anschließend wird im Bürgerhaus bei Kaffee, Kuchen und Gesprächen gefeiert.

von Florian Lerchbacher

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Von Redakteur Florian Lerchbacher

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