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Erster Bauabschnitt kostet 260000 Euro

Kirchensanierung Erster Bauabschnitt kostet 260000 Euro

Friedhelm Vauth und Mirjam Rudewig (kleines Bild) stehen auf dem Gerüst der Kirche an einer der Birken, die sie in Eigenleistung aus dem Mauerwerk entfernen wollen.Fotos: Florian Lerchbacher

Zwölf Wochen dauern die Arbeiten an der Mengsberger Kirche - doch danach sind längst noch nicht alle Schäden behoben. Der zweite Bauabschnitt wird sogar noch teurer.

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Mengsberg. Seit zwölf Jahren liegt der Landeskirche Kurhessen-Waldeck ein Dringlichkeitsantrag aus Mengsberg vor. Nun endlich können die Mitglieder des Kirchenvorstandes und des Förderkreises aufatmen: Die Sanierung des Turmes ihres Gotteshauses hat begonnen.

260000 Euro kostet der erste Bauabschnitt, in dem am Kirchturm der Schiefer erneuert, der Dachstuhl ausgebessert und „kleinere Sicherheitsmaßnahmen“ umgesetzt werden, wie Friedhelm Vauth, der stellvertretende Vorsitzende des Kirchenvorstandes und Sprecher des Förderkreises „Kirche Mengsberg“, berichtet. Sogar 300000 Euro werden fällig, wenn die Landeskirche den zweiten Bauabschnitt angeht, in dem die Sanierung des Mauerwerks ansteht - Zementmörtel in den Fugen verhindert den Wiederaustritt des Wassers aus dem Sandstein, was besonders im Winter zu Schäden führt. „Das ist Pfusch am Bau - ich weiß aber nicht, wann es dazu gekommen ist“, ärgert sich Vauth.

Den Mengsbergern wäre es am liebsten gewesen, beide Bauabschnitte in einem Aufwasch erledigen zu lassen - was den Vorteil gehabt hätte, dass die Gerüstbauer nur einmal ihr Werk verrichten müssten und Geld gespart worden wäre. „Wir waren aber verpflichtet, dieses Jahr mit den Arbeiten zu beginnen, sonst wäre das Geld in eine andere Gemeinde geflossen“, berichtet Vauth - entsprechend schlugen die Mengsberger zu.

In den vergangenen Jahren klebten sie schließlich immer wieder Pflaster, wie der stellvertretende Kirchenvorstand betont. Im vergangenen Jahr hatten sie zum Beispiel Flickarbeiten oberhalb des Eingangs erledigt, weil Wasser eingedrungen war. Zwei Jahre ist es her, dass sie aus dem gleichen Grunde eine durchgefaulte Schwelle auswechseln mussten.

Nun geht die Landeskirche als Erstes also die Schieferverkleidung an, in der immer wieder Löcher klaffen. Zudem stehen Arbeiten am Dachstuhl an. Die „großen“ Arbeiten erledigen die Profis - um die „kleinen“ Dinge kümmern sich die Mengsberger wie gewohnt in Eigenleistung. Auf etwa acht Metern Höhe wollen sie beispielsweise ihren „kleinen botanischen Garten“ entfernen, wie Mirjam Rudewig vom Förderkreis drei Birken bezeichnet, die aus den Wänden der Kirche wachsen. Weitere Teilprojekte betreffen die Zifferblätter und Wetterfahnen.

Für die Erneuerung des Schiefers und die Arbeiten am Dachstuhl müssen die Mengsberger nichts zahlen. Dabei hat die Kirchengemeinde inzwischen rund 10000 Euro angesammelt, die sie investieren könnte. Maßgeblichen Anteil daran haben die rund 25 Mitglieder des Fördervereins - eine Zahl, die angesichts von 700 Bürgern, die der Kirchengemeinde angehören, verschwindend gering ist und von Vauth als „viel zu niedrig“ bezeichnet wird. „Das Engagement ist aber höher, als sich die Zahlen anhören“, wirft Rudewig ein. Die Menschen seien durchaus bereit, Geld zu spenden - allerdings sei die Hürde, dem Förderverein beizutreten, vergleichsweise hoch. „Es können übrigens auch Menschen beitreten, die nicht unserer Kirchengemeinde angehören, sich aber im oder für das Dorf engagieren wollen“, betont Vauth.

Ansprechpartner des Fördervereins ist Friedhelm Vauth, Telefon 06692/5243, E-Mail f.vauth@gmx.net

von Florian Lerchbacher

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Von Redakteur Florian Lerchbacher

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