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Erst fünf Bewerber

Seniorenbeirat sucht Mitstreiter Erst fünf Bewerber

„Um gut zu leben, muss man die Dinge manchmal selber in die Hand nehmen“, sagt Vorsitzende Hildegard Kräling und hofft, dass der Seniorenbeirat Amöneburg neue Mitstreiter findet.

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Es ist Zeit, den nächsten Schritt zu gehen. Am 16. März findet die Wahl des Seniorenbeirates statt, dessen Mitglieder in dieser Legislaturperiode unter anderem die Bürgerhäuser auf Barrierefreiheit untersuchten – im Bild sind Karl-Heinz Kraus (rechts) und Burkhard Wachtel, Seniorenbeauftragter der Stadt, zu sehen.Archivfoto

Amöneburg. Am 16. März findet die Wahl des Amöneburger Seniorenbeirates statt. Noch stehen nur Brigitte Gontrum (Roßdorf) sowie die bisherigen Mitglieder Hildegard Kräling (Mardorf), Karl-Heinz Kraus, Walter Wachtel (beide Roßdorf) und Brigitte Krauskopf (Amöneburg) auf der Liste. Zehn Mitglieder sollte das Gremium haben - am besten zwei aus jedem Ortsteil, wie Vorsitzende Hildegard Kräling betont. Entsprechend rufen die Beiratsmitglieder ihre Mitmenschen, die am Wahltag 60 Jahre oder älter sind, dazu auf, mitzumachen und sich für die Senioren und ein „gutes Leben“ zu engagieren.

Noch bis Montag, 9. Februar, 16 Uhr, können Bürger ihre Bewerbungsunterlagen bei Burkhard Wachtel, dem Seniorenbeauftragten der Stadt, und Wahlleitern Christina Diehl, die ebenfalls Mitarbeiterin der Stadtverwaltung ist, abgeben. Die beiden informieren im Vorfeld auch über die genauen Modalitäten. „Im Rathaus oder telefonisch. Wir würden aber auch Hausbesuche machen“, hebt Wachtel hervor.

Das Engagement lohne sich, sagt Kräling, denn die Stadt habe stets ein offenes Ohr für den Seniorenbeirat, greife Themen auf und nehme Anregungen an. „Was nicht heißen soll, dass wir nicht diskutieren“, wirft Bürgermeister Michael Richter-Plettenberg ein und lobt das Gremium im gleichen Atemzug für die geleistete Pionierarbeit.

Für fünf Jahre nahmen Kräling, Kraus, Wachtel und Krauskopf als erster Seniorenbeirat der Stadt Amöneburg die Arbeit auf. Zu den Verdiensten, die sie sich auf die Fahne schreiben dürfen, gehören einige Angebote, die sich inzwischen etabliert haben. Unter anderem initiierten sie eine Seniorengymnastikgruppe in Roßdorf, schoben den Mittagstisch in dem gleichen Ortsteil an -für den inzwischen nicht nur freiwillige Helfer, sondern auch neue Gäste benötigt werden - und riefen einen gut angenommenen PC-Kurs in Zusammenarbeit mit der Stiftsschule ins Leben. Zudem erstellten sie einen speziellen Busfahrplan für Senioren, der weitaus lesefreundlicher als die „normalen“ Exemplare sind. Aber auch die Anhalter-Haltestellen, von denen aus sich Senioren aus dem unteren Teil in den oberen Teil der Kernstadt (und umgekehrt) von Mitbürgern mitnehmen lassen können, geht auf eine Initiative des Gremiums zurück. Das Interesse nach dem Einrichten des „Trampens für Senioren“ war zwar groß - genutzt wird es allerdings kaum. „Es muss gelebt werden“, sagt Richter-Plettenberg. „Wir müssen Geduld haben und immer wieder auf die Möglichkeit aufmerksam machen“, ergänzt Kräling. Die ins Leben gerufenen Seniorensprechstunden in den Stadtteilen hatten kaum Resonanz. „Eigentlich wollten wir das Ohr an den Menschen haben“, so Kräling - aber scheinbar sei dies in der Form nicht notwendig.

Aus der Begehung der Bürgerhäuser und dem Prüfen auf Barrierefreiheit resultierte immerhin, dass das Mardorfer Bürgerhaus nun über eine Rampe erreichbar ist und ebenso wie die Mehrzweckhalle (MZH) Roßdorf nun über Behindertenparkplätze. In die MZH kommt außerdem noch eine Behindertentoilette.

Auf der Agenda für die Zukunft steht beispielsweise noch das Thema „Mobilität auf dem Lande“. Noch dazu möchte das Gremium erreichen, dass es in den Einkaufsläden des Stadtgebietes Ruhebänke für Senioren gibt. Des Weiteren ist vorgesehen, einen Mittagstisch in der Kernstadt einzurichten - am liebsten in der derzeit im Bau befindlichen neuen Mensa der Stiftsschule. Erste Gespräche seien bereits geführt worden, berichtet Kräling.

Kontakt und weitere Informationen: Christina Diehl, Telefon 06422/929528; Burkhard Wachtel, E-Mail b.wachtel@amoeneburg.de, Telefon: 06422/929518.

von Florian Lerchbacher

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Von Redakteur Florian Lerchbacher

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