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Ernsthäuser wünschen Tempo 30

Ortsdurchfahrt Ernsthäuser wünschen Tempo 30

Die Ortsdurchfahrt von Ernsthausen soll nun endlich erneuert werden. Darin waren sich Ortsbeirat und Anlieger während der jüngsten Ortsbeiratssitzung einig.

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Die Hauptstraße wird 2016 ausgebaut und erhält einen Bürgersteig. Die grundhafte Erneuerung der Wolferoder Straße erfolgt bereits 2015. Foto: Matthias Mayer

Ernsthausen. 14 Anwohner waren ins Storchennest gekommen, um sich über den aktuellen Planungsstand zu informieren und um mit den Ortsbeiräten über diesen zu diskutieren. Bei der zum Teil hitzig geführten Debatte ging es vonseiten der Anlieger immer wieder um Geld und die Frage, wer was wofür bezahlen muss.

Ein erster Planungsentwurf für den Straßenbau hatte sich als nicht umsetzbar erwiesen, weil einige Anlieger nicht bereit waren, Teilflächen ihrer Grundstücke für den Ausbau abzugeben. Deshalb musste das gemeinsame Projekt von Hessen Mobil und der Stadt Rauschenberg um ein Jahr verschoben werden, wie die OP berichtete.

Er erhoffe sich, dass von der Sitzung ein Signal ausgehe, dass Ortsbeirat und Anlieger die Straße wollten und hinter dem Mehrheitsvotum der Anwohner stünden, legte Ortsvorsteher Bernd Müller zu Beginn das Ziel der Ortsbeiratssitzung fest. Dazu war er für den Willen zum Kompromiss. Es sei eine unlösbare Aufgabe, für einen Straßenbau alle gestalterischen Wünsche zu einem kostengünstigen Preis umzusetzen. „Die Anliegergebühren sind für die Betroffenen kein Pappenstiel“, zeigte der Ortsvorsteher Verständnis für die Sorgen der Anwohner, die letztlich zu einer deutlich abgespeckten Straße führen. Gestrichen wurden laut Bernd Müller:

n das aus vier Bäumen zu bildende Baumtor am Ortseingang Wolferoder Straße. n die Querungshilfe für Fußgänger an der Wolferoder Straße vor dem Anwesen Scheufler. n der 2,50 Meter breite kombinierte Fuß- und Radweg. n die Pflasterung der Wolferoder Straße auf Höhe des Anwesens Schrauf. An Neuem erhält die Straße: n einen 1,50 Meter breiten Bürgersteig, der bereits in der Anliegerstraße Im Tal beginnt, und über die Hauptstraße und Wolferoder Straße führt. Unterbrochen wird der Bürgersteig in der „Schlauch“ genannten Engstelle und am Ortseingang Richtung Wolferode, wo ein Hof über die Straße Auf der Trift an das Fußwegenetz angeschlossen ist. n eine Querungshilfe auf der Hauptstraße in Höhe des Sportplatzes, die es Schülern ermöglichen soll, sicher die dort gelegene Bushaltestelle zu erreichen. „Was jetzt bleibt, sind Mindestanforderungen an die Straße, die umgesetzt werden müssten“, sagte Bernd Müller. Schließlich werde die Verkehrsbelastung auf der Straße tendenziell zunehmen, sagte er unter Hinweis auf die in der Nähe von Ernsthausen geplante Autobahnauffahrt zur A 49.In diesem Zusammenhang beklagten Anwohner, dass auf der Wolferoder Straße zu schnell gefahren werde. „Es wird gerast. Die kommen mit 70, 80 in den Ort rein“, klagte ein Anwohner. Aus deren Reihen wurde der Ruf nach Tempo 30 laut. Einwände des Ortsbeirats, dass eine solche Geschwindigkeitsbeschränkung auf Landesstraßen in Ortsdurchfahrten an enge rechtliche Vorgaben gebunden sei, konterte Konrad Weisheit. „Das ist allein eine Frage des Willens“, sagte er und berief sich auf Tempo 30 auf der Landesstraße, die durch Langendorf führt. Ortsbeirat und Anwohner einigten sich schließlich auf drei Punkte, die zur Reduzierung der Geschwindigkeit für die Planung berücksichtigt werden sollen: n Die Möglichkeiten für Tempo 30 werden geprüft. n Auf Vorschlag des Ortsbeirats soll auf der Wolferoder Straße zwischen den Einmündungen In der Lück und am Sportplatz eine Fahrbahnverschwenkung gebaut werden. n Am Ortseingang aus Richtung Wolferode wird die Fahrbahn verengt. Wie Ortsbeirat Konrad Krauße erläuterte, müssen die Anlieger für die vom Land finanzierte Straße nichts bezahlen. Die Anliegergebühren beschränkten sich auf Bürgersteig, Straßenbeleuchtung und die zu erneuernden Anschlüsse an Wasser und Kanal. Für die Straßenbeleuchtung werde neue LED-Technik verwendet. „Es wird heller im Dorf“, versprach Norbert Krauße.

von Matthias Mayer

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