Volltextsuche über das Angebot:

24 ° / 11 ° wolkig

Navigation:
Erneut ist ein Stück Stadtmauer gerettet

Bauarbeiten für dieses Jahr abgeschlossen Erneut ist ein Stück Stadtmauer gerettet

Rechtzeitig vor den Gedenkveranstaltungen zum Volkstrauertag ist das Ehrenmal im Anna-Park restauriert, angrenzende Teile der Stadtmauer sind es ebenfalls.

Voriger Artikel
Komplexes Singspiel vor großer Kulisse
Nächster Artikel
Von Kirchhain um die ganze Welt

Das Ehrenmal im Kirchhainer Anna-Park hat jetzt wieder ein ansprechendes Aussehen. Foto: Michael Rinde

Kirchhain. Die Namen der Gefallenen am Ehrenmal im Anna-Park lassen sich wieder gut lesen. Vor dem Ehrenmal hat Helmut Schäfer noch neuen Fein-split aufgebracht. Doch seine Hauptarbeit hat der Mitarbeiter des Bauhofes an der angrenzenden Stadtmauer geleistet - und zwar von beiden Seiten.

Dabei gab es in den zurückliegenden Wochen auch die ein oder andere negative Überraschung, von der inzwischen nichts mehr zu sehen ist. An einer Mauerstelle hatte Schäfer erste Steine angefasst, als er merkte, dass die Mauer brüchig war. Auf einer Länge von dreieinhalb Metern hat er zwischenzeitlich das Mauerwerk wieder zusammengefügt und neu verfugt. „Das waren Riesenlöcher“, sagt Klaus Weber, Vorsitzender des Fördervereins Kirchhainer Kulturdenkmäler im Gespräch mit der OP.

Der Förderverein hat den zeitaufwendigen Einsatz von Helmut Schäfer in den vergangenen Monaten finanziell ermöglicht. Er unterstützt die Stadt Kirchhain mit einem Betrag von 14000 Euro und finanziert damit die befristete Beschäftigung von Helmut Schäfer in diesem und im nächsten Jahr mit.

Es ist deutlich zu sehen, wo der Spezialist für die jahrhundertealte Mauer Hand angelegt hat. Klaus Weber schätzt, dass in den zurückliegenden Monaten rund 50 Meter Mauer beidseitig restauriert werden konnten. Insgesamt, so schätzt es der Förderverein, ist das sanierungsbedürftige Teilstück der Stadtmauer rund 120 Meter lang und zwischen 2,20 und 3 Metern hoch.

Deutlich zu sehen ist Helmut Schäfers Arbeit auch an der Abdeckung der restaurierten Mauerteile. Durch die früheren Risse und Löcher drang bisher Wasser in das Mauerwerk ein, was zu den bekannten Schäden führte. Bei der neuen Abdeckung hat Schäfer zusätzlich eine leichte Bewehrung verbaut, um ihr mehr Halt zu geben. Außerdem waren Dehnungsfugen nötig.

Förderverein hat noch genügend „Baustellen“

Helmut Schäfer ist derzeit noch mit einem weiteren Stück Mauer im Anna-Park beschäftigt. „Dort kann ich aber nur noch vorfugen, endgültig fertig wird alles im Frühjahr“, sagt er. Die Restaurierung der Fugen erfolgt stets in mehreren Schritten. Zunächst muss ausgestemmt und gereinigt werden, dann wird neu verfugt. Dabei verwendet Schäfer eine mit der Denkmalpflege abgestimmt Mörtelmischung. Schäfers Vertrag läuft aktuell noch bis zum Jahresende. Ab April wird Helmut Schäfer dann wieder im Park im Einsatz sein. Ohne die Finanzspritze des Vereins hätte er wohl nicht das bewältigt, was er nun geschafft hat. Klaus Webers Fazit: „Es ist alles sehr gut gelaufen, wie nun jeder sehen kann, der den Park besucht.“

Zu tun gibt es für den Förderverein noch mehr als genug, allein schon in Sachen Stadtmauer. Nächste „Großbaustelle“ wäre die Mauersanierung an der historischen Großen Mühle. Der Förderverein ist stets an Stellen eingesprungen, an dem die finanziellen Mittel der Stadt nicht ausreichten. Damit der Verein weiterhin seinen Beitrag für den Erhalt von Denkmälern in Kirchhain leisten kann, ist er auf weitere Mitglieder angewiesen - und natürlich auf Spenden. Der gemeinnützige Verein kann auch Spendenbescheinigungen ausstellen.

n Weitere Informationen gibt es beim Vorsitzenden Klaus Weber, Telefon 06422/92196

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Ostkreis

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr