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Erfolgreich hinters Licht geführt

Neustadts Prinzenpaar Erfolgreich hinters Licht geführt

Überraschung gelungen: ohne das Wissen von Sitzungspräsident und Ehemann Michael hat es Sabine Launer tatsächlich zur VfL-Neustadt-Prinzessin geschafft. Ihr Prinz ist ein Neuling im karnevalistischen Treiben.

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Sie haben in den kommenden Tagen einen vollen Terminkalender: Sabine Launer und Jürgen Ripken sind das Prinzenpaar des VfL Neustadt.

Quelle: Yanik Schick

Neustadt. Sabine II. bekommt das triumphierende Grinsen nicht mehr aus dem Gesicht. Wochenlang hat sie ihren Mann Michael Launer, den VfL-Sitzungspräsidenten, mustergültig hinters Licht geführt – um ihn dann im Scheinwerferlicht der Prunksitzung als Prinzessin zu überraschen.

„Mein Mann hat immer behauptet, ich könnte es nie vor ihm verheimlichen, wenn ich einmal Prinzessin wäre.“ Diese Selbstsicherheit ihres Gatten habe es für sie geradezu zur „sportlichen Herausforderung“ gemacht, es doch zu versuchen. Mit Erfolg. Der sonst so wortgewandte Launer stand beim Einzug des Prinzenpaars sprachlos auf der Bühne.

„Ihrerseits ist die Überraschung gründlich gelungen“, muss der Sitzungspräsident anerkennen, „ich bin komplett überrumpelt worden.“ Normalerweise kennt Launer spätestens zwei Wochen vor der Sitzung das von Klaus Kuhn auserkorene Prinzenpaar.

Davon war er auch in diesem Jahr überzeugt: Jürgen Ripken und Janina Müller waren ihm im Vorfeld als das neue Vorzeige-Duo des VfL Neustadt angepriesen worden. Nur, dass Müller von Beginn an nicht mehr als eine „Strohprinzessin“ darstellte und Sabine Launer im Hintergrund schon den Coup für die Sitzung plante.

Vom Amt seiner Frau erfuhr Sabines Ehemann erst auf einer Prunksitzung. Foto: Florian Lerchbacher

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Nachdem der Premierenauftritt in dieser Kampagne also schon einmal erfolgreich war, ist die Stimmung beim neuen Prinzenpaar blendend. Die Chemie zwischen Jürgen I. und Sabine II. stimmt ohnehin: Die beiden kennen sich schon von Grundschulzeiten an und sind als Großcousin und Großcousine sogar miteinander verwandt.

„Ich glaube, wir bekommen das gemeinsam ganz gut hin bis Aschermittwoch“, sagt Sabine (49). In den vergangenen Tagen hat das Prinzenpaar jedenfalls schon einmal eine Menge Gratulationen von Freunden und Arbeitskollegen erhalten.

„Es ist schon eine Ehre für mich, ich mache das sehr gerne“, erklärt Jürgen Ripken. Der Meister für Informationstechnikerhandwerk gesteht, bislang kaum etwas mit der fünften Jahreszeit am Hut gehabt zu haben. Ausgenommen vom Umstand, dass er sich bei vielen Sitzungen in der Vergangenheit um die Technik kümmerte.

Doch als Klaus Kuhn auf Ripken zukam und ihn als Prinzen für den VfL gewinnen wollte, da habe er nicht lange überlegt. „Es ist ja eine einmalige Chance. Nur mit meiner Familie habe ich mich vorher noch einmal beraten“, gesteht der 48-Jährige.

Für Sabine Launer, als Büttenrednerin hinreichend bekannt, ist das Prinzessinnen-Dasein derweil ein weiterer Höhepunkt in der karnevalistischen Karriere. Mit Besuchen in den Kindergärten sowie bei den Sitzungen anderer Vereine in Neustadt, der Landratsstürmung sowie der Entmachtung des Bürgermeisters im Rathaus am Rosenmontag haben sie und ihr Prinz Jürgen in diesen Tagen ein üppiges Programm.

von Yanik Schick

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