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Erfolge verbinden die VfL-Familie

Festkommers Erfolge verbinden die VfL-Familie

Der feierliche Festkommers zum 150-jährigen Bestehen des Vereins für Leibeserziehung (VfL) Neustadt wurde durch Musik und Tanz zu einem bunten Abend.

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Das Gruppenbild zeigt alle Geehrten des Festkommerses des VfL Neustadt.

Neustadt. „Welcher Sportverein hat schon eine Karnevalsabteilung“, meinte der zweite Vorsitzende des VfL, Klaus Busch, der mit seinem Sohn Pierre Enrico locker durch den Abend führte. So fühlte sich die große Familie der VfLer zeitweise in die fünfte Jahreszeit zurück versetzt, als die Prinzengarde der Karnevalsabteilung tanzte. Mit einem typischen Gardetanz und einem Showtanz lockerten sie den Kommersabend im voll besetzten Haus der Begegnung auf. Der Jubiläumsverein hat nicht nur eine gelungene Festschrift herausgegeben, sondern hatte eine viel beachtete Ausstellung aufgebaut, die lebhafte Erinnerungen bei den Vereinsmitgliedern hervorrief.

„Wir wollen die Menschen feiern, die sich für den Verein engagiert haben und noch engagieren“, sagte der Vereinsvorsitzende Wolfram Ellenberg in seiner Begrüßungsrede. Er verdeutlichte, dass es nicht immer einfach sei, junge Menschen für den Sport zu begeistern. Beim VfL werde nicht nur Sport getrieben, sondern der Zusammenhalt in der Gesellschaft gefördert. Bei fast 300 Jugendlichen im Verein spielten die sprachlichen und kulturellen Unterschiede keine Rolle, sondern der gemeinsame Erfolg verbinde. An die Adresse des Bürgermeisters gerichtet meinte Ellenberg: „Vielleicht bekommen wir demnächst einen Kunstrasenplatz und eine Tartanbahn.“

Neustadts Bürgermeister Thomas Groll griff in seinem Grußwort Ellenbergs Wunsch auf und erklärte, die Stadt sei dabei, es müssten nur noch die nötigen Sponsoren gefunden werden.

Auf das Jubiläum eingehend meinte er, das könne so überschrieben werden: „Dankbar rückwärts, mutig vorwärts“. Man gratuliere nicht dem Verein, sondern allen denen, die Sport treiben oder sich im Verein engagieren.

Lob für gute Öffentlichkeitsarbeit

Er lobte die Arbeit des Vereinsvorstandes bei einer guten Mischung zwischen Jung und Alt. Das Jubiläumsjahr sei auch ein gutes Jahr aus sportlicher Sicht, betonte er. Die Handballer seien schon aufgestiegen und für die Fußballer prophezeite er, dass sie es am Sonntag schaffen würden.

Für den Neustädter Vereinsring gratulierte der Vorsitzende Ludwig Nothvogel. Er holte alle anwesenden Vereinsvertreter auf die Bühne, die dann gemeinsam gratulierten. Das Bild von 30 Gratulanten auf der Bühne verdeutlichte das rege Neustädter Vereinsleben. Nothvogel stellte das Engagement der Ehrenamtlichen heraus, ohne das ein Verein nicht leben könne.

Das Ehrenamt und die Entwicklung des Sports im Laufe der Jahrzehnte stellte die Kreisbeigeordnete Siegrid Waldheim in Vertretung der Landrätin in den Mittelpunkt ihres Grußwortes. „Es ist nicht immer leicht, so einen Verein am Leben zu halten.“ Der Vorsitzende des Sportkreises Marburg-Biedenkopf, Jürgen Hertlein, ging auf die Arbeit eines Vorstandes ein. Der Vorsitzende müsse Jurist, Buchhalter und Bauexperte sein und sich in vielen anderen Bereichen auskennen. Hertlein lobte das Informationsblatt, das der Verein zum Jubiläum erstellt hat. In ihm werden die Abteilungen Fußball, Handball, Karneval, Leichtathletik, Volleyball und Tischtennis mit den Verantwortlichen vorgestellt, aber auch die Ziele des Vereins benannt. Hertlein überbrachte die Grüße des Landessportbundes und überreichte eine Urkunde zum Vereinsjubiläum.

Ehrungen
Für ihre großartigen Leistungen als Sportler oder ihr ehrenamtliches Engagement über viele Jahre wurden einige Vereinsmitglieder geehrt. Für den Landessportbund ehrte der Sportkreisvorsitzende Jürgen Hertlein Wolfgang Baum und für den Sportkreis Hans Faber. Der Kreisfußballwart Peter Schmidt ehrte Franz Kraft und Erich Preisendörfer sowie vom TSV Speckswinkel Thomas Widlinski. Der Vorsitzende des Handballkreises Tobias Weyrauch ehrte Katrin Corell, Thomas Blattner und Markus Spielvogel. Von der Tischtennisabteilung wurde Peter Beck durch den VfL im Namen des hessischen Tischtennisverbandes geehrt.

von Klaus Böttcher

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