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Erfahrung, Fleiß, Geschick zeichnen Direktorin aus

Neue Leitung Erfahrung, Fleiß, Geschick zeichnen Direktorin aus

In der neunten Klasse saß sie zum ersten Mal im Kirchhainer Gerichtssaal. Danach war klar, dass Andrea Hülshorst in diesem Bereich arbeiten möchte. Jetzt ist sie Direktorin des Amtsgerichts.

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Dr. Frank Oehm überreichte Andrea Hülshorst ihre Ernennungsurkunde zur Direktorin des Amtsgerichts.Foto: Landgericht

Kirchhain. Der Präsident des Landgerichts Marburg, Dr. Frank Oehm, übergab Andrea Hülshorst Anfang der Woche die Ernennungsurkunde zur Direktorin des Amtsgerichts Kirchhain. Hülshorst, die zuletzt als Direktorin des Amtsgerichts Frankenberg (Eder) tätig gewesen ist, folgt damit auf Edgar Krug, der mit Erreichen der Altersgrenze Ende Mai diesen Jahres in den Ruhestand getreten ist.

Anlässlich der Übergabe der Ernennungsurkunde dankte Präsident Oehm Andrea Hülshorst zunächst für ihre sich dem Ende neigende Tätigkeit am Amtsgericht Frankenberg (Eder). „Sie haben seit 2009 zunächst in Vertretung des schwer erkrankten Amtsgerichtsdirektors und dann als Direktorin mit viel Fingerspitzengefühl die Geschicke des Amtsgerichts Frankenberg (Eder) geleitet. Dafür danke ich ihnen ganz herzlich! Für ihre Nachfolgerin beziehungsweise ihren Nachfolger im Amt hinterlassen sie ein modernes, gut aufgestelltes Gericht mit engagierten Mitarbeitern.“

Gleichzeitig wagte er auch einen Blick in die Zukunft. „Mit Andrea Hülshorst erhält das Amtsgericht Kirchhain eine hoch qualifizierte und profilierte Richterin als Direktorin, die sich mit großem Erfahrungshorizont, Fleiß und Geschick in die hessische Justiz einbringt“, erklärte Oehm weiter. „Wie ich aus zuverlässiger Quelle erfahren habe, ist die Leitung des Kirchhainer Amtsgerichts ein lang gehegter Traum der mit der Region sehr verbundenen Kollegin. Bei ihr weiß ich das Amtsgericht Kirchhain in guten Händen“, ergänzte der Landgerichtspräsident.

Andrea Hülshorst ist ein Urgewächs, stammt aus Anzefahr und lebt dort noch heute. Bei ihrem ersten Besuch in einem Kirchhainer Gerichtssaal besuchte sie die neunte Klasse und war sofort begeistert. Danach stand für sie fest, dass sie die Laufbahn am Gericht einschlagen wird. „Und jetzt bin ich hier sogar Direktorin. Der Kreis hat sich quasi geschlossen“, sagte sie während ihrer ersten Amtshandlung, die Benennung der neuen Schöffen am Ortsgericht Anfang der Woche (die OP berichtete).

1984 bestand sie in Marburg ihr Abitur und studierte anschließend Rechtswissenschaften an der Phillips-Universität. 1990 legte sie das erste juristische Staatsexamen ab. Nach dem Referendariat im Landgerichtsbezirk Marburg folgte das zweite juristische Staatsexamen im Januar 1994. Vier Monate später wurde Hülshorst als Richterin auf Probe ernannt und war an den Landgerichten Kassel, Gießen und Marburg sowie an den Amtsgerichten Hofgeismar, Fritzlar, Kassel und Schwalmstadt tätig. Mit Wirkung zum 1. April 1998 wurde Andrea Hülshorst unter Berufung in das Richterverhältnis auf Lebenszeit zur Richterin am Amtsgericht ernannt und ihr eine Stelle beim Amtsgericht Marburg zugewiesen. Dort war Andrea Hülshorst mit Einzelrichterstrafsachen einschließlich Rechtshilfesachen und Haftsachen sowie mit der Aufgabe der Pressesprecherin des Amtsgerichts Marburg betraut.

Des Weiteren hatte Hülshorst zeitweise den Vorsitz des Jugendschöffengerichts inne. Im Jahr 2009 wurde die Mutter eines Sohnes an das Amtsgericht Frankenberg (Eder) abgeordnet, wo sie mit Strafsachen, Nachlassangelegenheiten und Beratungshilfesachen sowie der Vertretung des dauerhaft erkrankten Amtsgerichtsdirektors in Verwaltungsangelegenheiten betraut war. Zwei Jahre später wurde sie Direktorin des ­Amtsgerichts Frankenberg (Eder).

In diesem Jahr nun, genauer gesagt am 1. Juli, hat Staatsministerin Eva Kühne-Hörmann Andrea Hülshorst nun zur Direktorin des Amtsgerichts ernannt. Zugleich ist Hülshorst in das Amt der Direktorin des Amtsgerichts Kirchhain eingewiesen worden.

„Für ihre neue Aufgabe wünsche ich Andrea Hülshorst viel Erfolg und das stets notwendige Quäntchen Glück“, so Oehm.

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