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Erfahrene Züchter reisen extra früh an

Kleintierpräsentation Erfahrene Züchter reisen extra früh an

Schon vor dem offiziellen Start der 21. Kirchhainer Kleintierpräsentation waren erste Besucher am Samstagmorgen da. Manche Vögel, Tauben, Hühner oder Kaninchen fanden schnell neue Besitzer.

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Um Tochter Leonie verschiedene Tierrassen aus der Nähe zu zeigen, ist Katharina Trier (von links) in die Markthalle gekommen. Marc-Henrik hat sich schon ein Huhn ausgesucht. Sarina und Soraya aus Alsfeld sind fasziniert von den Tieren. Foto: Karin Waldhüter

Kirchhain. Die Augen von Marc-Henrik aus Mücke strahlen und wollen das Zwerghuhn der Rasse Australorps, das munter in seinem Käfig scharrt, am liebsten gar nicht mehr loslassen. Zusammen mit Mama Nicole Schmidt sind die beiden extra zur Kleintierpräsentation in die Markthalle gekommen, um ihren bestehenden Hühnerbestand zu erweitern.

Schnell hatte Marc-Henrik Gefallen an der schwarz-grün glänzenden Zwerghühnerrasse des Kirchhainer Züchters Hellmut Löwer gefunden. „Wenn man die besten Tiere haben will, muss man früh sein“, meint Nicole Schmidt zufrieden mit dem Kauf. Kurz nach dem offiziellen Beginn des Marktes, um zehn Uhr, ist der Kleintiermarkt schon sehr gut besucht und knapp 50 Besucher, darunter auch zahlreiche Kinder, sind zum Schauen, Kaufen oder auch Tauschen in die Markthalle gekommen. Ausgerichtet wurde die 21. Kleintierpräsentation von der Arbeitsgemeinschaft der Kirchhainer Kleintierzüchter. Die Arbeitsgemeinschaft Kist ist ein freiwilliger Zusammenschluss der Kirchhainer Vereine, die sich mit Kleintierzucht beschäftigen. Gemeinsame Interessen, Unterstützung untereinander und gemeinsame Veranstaltungen verbinden die Mitglieder zu einer starken Gemeinschaft.

„Die Veranstaltung ist vom Kommen und Gehen geprägt und wer zuerst kommt, der malt zuerst“, verdeutlicht der Koordinator Klaus Weber. Manches Tier sei noch nicht in den Käfigen untergebracht, da sei es auch schon verkauft.

Rund 75 Züchter aus dem gesamten Landkreis und darüber hinaus hatte Kassierer Klaus Grün im Vorfeld angeschrieben. Die Kleintierpräsentation biete nicht nur die Möglichkeit, Tiere von anerkannten Züchtern zu bewundern und käuflich zu erwerben.

Weniger Kaninchenzüchter

Sie diene auch der Nachwuchsförderung, der Schaffung von Kontakten und solle andere Menschen dazu bewegen, selbst Tiere zu halten, wie der Vorsitzende des Kirchhainer Geflügelzuchtvereins Hellmut Löwer berichtet. In der Arbeitsgruppe der Kirchhainer Kleintierzüchter engagiert sich Löwer als Beisitzer. Für jeden Käufer gibt es zudem eine kostenlose und fachkundige Beratung und Tipps zur Haltung und Pflege der unterschiedlichen Arten und Rassen.

Ihr Augenmerk richtet die Arbeitsgemeinschaft während der Kleintierpräsentation besonders auf die artgerechte Unterbringung der Tiere.

Bei einem Rundgang sahen Besucher unterschiedliche Tauben- und Hühnerrassen, verschiedene Vogelarten wie Kanaren und Sittiche und Kaninchenrassen. Wobei in diesem Jahr aufgrund der derzeit grassierenden „Chinaseuche“ weniger Kaninchenzüchter gekommen waren als bei vorangegangenen Präsentationen. Der Aufwand, die Veranstaltung aufrechtzuhalten, sei groß, berichtet Weber. „Wenn wir die Veranstaltung aber nicht mehr am Leben halten können, dann gibt es in der Gegend weit und breit nichts mehr“, so Weber.

n Schon jetzt möchte die Arbeitsgemeinschaft auf eine weitere Veranstaltung hinweisen: Im Zusammenhang mit dem Kirchhainer Martinsmarkt findet am 29. und 30. Oktober in der Markthalle eine bunte Vogelschau statt.

von Karin Waldhüter

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