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Entscheidung fällt erst im Stechen

Gaudirennen Entscheidung fällt erst im Stechen

Aus dem Roßdorfer Sautrogrennen ist zwangsweise ein Badewannenrennen geworden - was der Stimmung am Feuerlöschteich jedoch keinen Abbruch tat.

Roßdorf. Es ist nicht nur eine lustige Idee, sondern die Attraktion des alljährlichen Festes der Roßdorfer Feuerwehr: das Sautrogrennen auf dem kleinen Feuerlöschteich an der Durchgangsstraße – im Volksmund auch „die Tränk“ genannt. Hatten die Brandschützer im vergangenen Jahr noch Rollen unter die Sautröge montieren müssen, weil der Teich wegen Wartungsarbeiten kein Wasser enthielt, mussten sie sich in diesem Jahr wieder etwas einfallen lassen: „Die Sautröge haben den Winter leider nicht gut überstanden“, gab Wehrführer und Veranstaltungsleiter Tobias Rhiel etwas verschämt zu. Entsprechend stiegen die Roßdorfer auf Badewannen um.

Da die Wannen mit Besatzung sofort abgesoffen wären, verstärkte die Feuerwehr sie mit Plastikrohren, um den Auftrieb zu verbessern.

Insgesamt waren zehn Duos am Start, die mehrheitlich an ihren T-Shirts mit Aufdruck identifizierbar waren. Ziel war es, an das Ende des etwa 20 Meter langen Teiches zu rudern, eine Plastikente aufzufischen und wieder zurückzukommen.

Die ersten Läufe gingen glatt über die Bühne, bis im dritten Rennen die erste Badewanne kenterte – natürlich unter dem Jubel der Zuschauer, die allerdings deutlich weniger waren als im Jahr zuvor. Es folgte der Einsatz von Leon Klasnitz, der schnell die Schwimmweste beiseite legte, die Badewannen anlandete und nach verlorenen Paddeln und Käscher tauchte.

Zwei Erstklässler wehren sich tapfer

Praktisch in letzter Sekunde entschloss sich das ortsübergreifende Duo Oliver Bieker und Christoph Schick zu einem Start. Die beiden mussten gegen Elias Kräling und Lasse Jesberg, das jüngste Duo im Feld, antreten. Die beiden Erstklässler wehrten sich zwar tapfer, verloren jedoch die Orientierung. Ihre erfahrenen Gegner schienen den Parcours mit Bestzeit zu absolvieren – doch erreichten sie letztendlich nur Zeitgleichheit mit den Führenden.

So mussten zwei Duos ein Stechen um den Sieg fahren. Mit dem ersten Paddelschlag versank die Wanne von Bieker/Schick im Teich, und das Rüdigheimer Duo Andreas Krähling/Mario Bornträger hatte leichtes Spiel. Sportlich fair fuhren auch die Gegner, die kurz zuvor noch am Sieg geschnuppert hatten, nach Leerung der Badewanne ihr Rennen zu Ende.

Als bestes Roßdorfer Team landeten Matthias Luzius und Alexander Maser auf dem dritten Rang.

Doch die Feuerwehr hatte nicht nur das Rennen organisiert: Auf die Jüngsten wartete eine Hüpfburg. Zudem konnten die Gäste an einer Brandsimulationsanlage aktiv ein Feuer bekämpfen oder sich beim Deutschen Roten Kreuz Schweinsberg über den Sanitätsdienst informieren.

Viele Besucher blieben bei herrlichem Sommerwetter bisspät am Abend. Insgesamt war Wehrführer Rhiel mit dem zwölften Teichfest rundum zufrieden.

von Heinz-Dieter Henkel

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