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Engagiert im Bürgerpark

OP-Serie: Mitmensch Engagiert im Bürgerpark

Das engagierte Neustädter Ehepaar Ella und Alexander Milewski sorgt für Ordnung und Leben im Bürgerpark, außerdem haben sie den Überblick über die Finanzen im Förderverein.

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Alex und Ella und Milewski spielen Boule im Neustädter Bürgerpark.

Quelle: Klaus Böttcher

Neustadt. „Meine Frau hat mich zum Bürgerpark gebracht“, sagt Alexander Mileswki, den fast alle nur liebevoll Alex nennen. Ella ist schon lange engagiert im Ortsverein der SPD und als ihre Partei Mitglied im Förderverein des Parks wurde, engagierte sie sich mehr und mehr im Förderverein.

Ihr Mann Alex half hier und da beim Aufbau zu Veranstaltungen oder anderen Arbeiten im Park. Ella wurde zunächst zweite Kassiererin im Verein und ist seit 2008 hauptamtlich für die Finanzen im Verein zuständig. Regelmäßig bescheinigen die Kassenprüfer ihr eine gute Arbeit.

„Sein Hobby ist die Gartenarbeit“, erzählt Ella und ergänzt: „Das hat Alex dazu gebracht, im Bürgerpark mitzuarbeiten.“ So hat er schon an vielen Stellen seine Handschrift hinterlassen. Beispielsweise bei den schönen Beeten links und rechts vom Wallgrabenpavillon oder bei den zwei angelegten Boulebahnen.

Hobbyhandwerker baut Katzenhaus

Alex ist ein Hobbygärtner, aber auch sehr vielseitiger Handwerker und guter Organisator. Ein gutes Beispiel dafür ist die Ordnung und Übersichtlichkeit im Rathauskeller, wo der Bürgerparkverein alle Sitzgarnituren, Zelte und viel anders Zubehör lagert, das für die Flohmärkte und Konzerte im Park benötigt wird.

Wenn er sagt, „wir müssten mal Kisten oder Regale bauen“, so wartet er nicht, bis ihm andere helfen, sondern macht es selbst. Er ist aber auch erfinderisch. Durch die herumstreunenden Katzen, die verschiedentlich auch gefüttert wurden, stank es im Pavillon. Da hat der Hobbyhandwerker Alex außerhalb ein Katzenhaus gebaut, das auch genutzt wird.

Alexander Milewski ist ein waschechter Neustädter. 1953 ist der heute 68-Jährige mit seiner Mutter nach Amerika ausgewandert. Es ergab sich, dass er 1965 zurück nach Neustadt kam. Ein gutes Jahr später ging er nochmals in die Staaten und wurde dort für drei Jahre Soldat. Er diente dreizehn Monate in den USA und war den Rest seiner Dienstzeit in Asien eingesetzt. Danach kehrte er endgültig in seine Heimat zurück.

„Der Brand bei der Firma Ergee hat uns zusammengebracht, denn etliche Beschäftigte kamen zu uns nach Durmersheim“, erzählt Ella. In dem Ort in der Nähe von Karlsruhe gab es einen insolventen Strumpfhersteller, bei dem die Neustädter dann arbeiteten.

Seit 25 Jahren in der SPD

Ella und Alex lernten sich kennen und lieben, sie heirateten und Ella wurde 1972 zur Neustädterin. Die gelernte kaufmännische Angestellte hat 37 Jahre in der Arbeitsvorbereitung bei der heimischen Firma Felo gearbeitet. Alex war dann viele Jahre bei der Firma Winter in der Qualitätskontrolle beschäftigt.

Ella Milewski gehört seit über 25 Jahren der SPD an, war Stadtverordnete und ist heute ehrenamtliche Stadträtin. Sie engagiert sich für die Neustädter Kirmes, erst zwölf Jahre in der Festkommission und jetzt im Beirat der Kirmes. In früheren Jahren war sie aktive Fastnachterin bei St. Maria.

„Mein Mann war da Beleuchter und hat einige kreative Bühnenbilder gemalt“, schwärmt die 66-jährige Ella. Für Alexander Milewski ist es selbstverständlich, zumindest passives Mitglied in der Feuerwehr zu sein, wo er gerade für 25 Jahre Mitgliedschaft geehrt wurde. Ebenso lange gehört er zu den Junker-Hansen-Musikanten, wo er für die Tontechnik verantwortlich war, als sie noch als Band spielten.

Das Ehepaar Milewski hat viele Gemeinsamkeiten. So wandern sie gerne, spielen leidenschaftlich gerne Boule und erfreuen sich daran, dass der Bürgerpark blüht und grünt und mit Leben erfüllt wird. Die beiden engagieren sich schon lange beim Förderverein Bürgerpark: „2010 sind wir endlich eingetreten“, sagt Ella.

Neues Engagement im „Begegnungstreff für Jung und Alt“

Seit letztem Jahr ist Alexander Vorsitzender des Vereins und sagt von sich: „Ich bin ein Vorsitzender der Praxis.“ Das beweist er beispielsweise mit dem regelmäßigen Rasenmähen bei den Boulebahnen und dem Pavillon. Wenn es das Wetter zulässt, wird regelmäßig Boule gespielt.

Es ist mittlerweile eine so große Gruppe, das Alex sagt: „Wir könnten noch eine dritte Bahn gebrauchen.“ Außerdem bietet er an: „Es kann jeder kommen und mitspielen, Kugeln sind immer da.“ Er bietet das Boulespielen auch Flüchtlingen an, und ist jederzeit bereit, die Regeln zu erklären und zu zeigen wie es geht. In nächster Zukunft möchten sich Ella und Alex Milewski auch in dem kürzlich eröffneten „Begegnungstreff für Jung und Alt“ in der Marktstraße einbringen.

von Klaus Böttcher

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