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Ende des Jahres gibt es Grundstücke

Stadtallendorfer Baugebiete Ende des Jahres gibt es Grundstücke

"Auf den Kronäckern" in Stadtallendorf sind Bagger und Baumaschinen unterwegs. Damit ist der Startschuss für die ­Erschließung des vierten Teils des beliebten Neubaugebietes gefallen.

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Betriebsleiter Giselher Pontow (von links) und Laura Bär von den Stadtwerken, Fachbereichsleiter Klaus Hütten, Bürgermeister Christian Somogyi und Manfred Frick von der Stadtverwaltung stehen an einer der Baustellen im Neubaugebiet „Kronäcker IV“.

Quelle: Rinde

Stadtallendorf. Etwa 100 Interessenten für ein kommunales Baugrundstück führt die Stadtverwaltung Stadtallendorf derzeit auf einer Warteliste. Ein wenig Abhilfe könnte der vierte und aller Voraussicht nach letzte Abschnitt des Gebiets Kronäcker bringen. Dort haben die Erschließungsarbeiten inzwischen begonnen.

Erschließung bedeutet Baustraßen anlegen, aber vor allem Ver- und Entsorgungsleitungen verlegen. Die Stadtwerke und die Stromversorger allein investieren zunächst 460000 Euro. Insgesamt rechnet die Stadt am Ende mit 606000 Euro Kosten. Wie in Stadtallendorf schon lange Standard, wird der Kanal im Mischsystem verlegt.

Thema Regenwasser ist abgehandelt

Bei ihren Planungen haben die Stadtwerke einer Entwicklung auf dem Immobilienmarkt Rechnung getragen. So wird nur maximal ein Viertel der Grundstücke vom Kanalanschluss her gesehen unterkellerbar sein. „Wir müssten die Kanäle ansonsten durchgehend etwa anderthalb Meter tiefer in die Erde legen“, erläutert Laura Bär, die bei den Stadtwerken für die Planung verantwortlich zeichnete.

Das Thema Regenwasser sei bereits bei der Planung der Regenüberlaufbecken Luchgraben berücksichtigt worden, erläutert Betriebsleiter Giselher Pontow auf die Frage nach dem „Überflutungsschutz“. Sprich: Die Anlagen waren von Beginn an für das wachsende Gebiet Kronäcker ausgelegt.

Vorgesehen sind Ringstraßen um den vierten Abschnitt der Kronäcker. Das Baugebiet Kronäcker wird östlich durch die Straße „Leide“ begrenzt. „Eine weitere Entwicklung in diese Richtung ist nicht vorgesehen“, unterstreicht Fachbereichsleiter Klaus Hütten im Gespräch mit der OP.

Für die Erschließungskosten zahlen später die Käufer. Zug um Zug erhält die Stadt ihr investiertes Geld zurück. Sie tritt zunächst in Vorlage.

„Barmherzige Schwestern“ wollen mehr Geld

Angesichts der historisch niedrigen Bauzinsen drängen Interessierte bei der Stadt nach passenden Baugrundstücken. Doch die Entwicklung von Baugebieten dauert, die Schritte reichen von der ersten Idee über Grundstückskäufe bis hin zum Bauleitplanverfahren, das alleine schon Zeit braucht.

In der Kernstadt gibt es derzeit Überlegungen und konkrete Planungen für drei weitere Gebiete.

Ein großes Areal könnte „Hinter St. Michael“ entstehen. Die benötigten Grundflächen gehören dem Orden der Barmherzigen Schwestern. Von dort hatte die Stadt zunächst das Signal bekommen, dass man verkaufsbereit sei. Ein Kaufpreis ist schon im Jahr 2014 vereinbart worden. Im Haushalt stehen Gelder zur Verfügung.

Bedarf für die nächsten 15 Jahre soll gedeckt werden

Der Magistrat schickte ein entsprechendes Signal an den Orden und wartete lange auf eine Reaktion. „Inzwischen haben wir ein erstes Signal erhalten. Der Orden möchte mehr Geld haben. Wir werden signalisieren, dass wir nicht abhängig von diesen Grundstücken sind“, sagt Bürgermeister Christian Somogyi gegenüber der OP. Möglicherweise könnte dieses Projekt also am Geld scheitern, Ende offen. Bis zu 80 Baugrundstücke sollten dort entstehen, so die Überlegungen der Stadt.

Die Stadt plant derzeit langfristig. Alle Überlegungen für die Baugebietsentwicklung seien so ausgelegt, dass der Bedarf der nächsten 10 bis 15 Jahre gedeckt werden könne, erklärt Somogyi.

Bei den Baugebieten, die bereits projektiert sind, spielen Mehrfamilienhäuser allerdings keine Rolle. Auch beim Gebiet „Auf den Kronäckern IV“ sind Einfamilienhäuser vorgesehen. Private Investoren würden auf freie Flächen im Stadtgebiet verwiesen. Beim Gebiet „Hinter St. Michael“, hinter dessen Zukunft wieder ein Fragezeichen steht, wäre es vorstellbar, Mehrfamilienhäuser zu planen.

Auch wenn es eine Warteliste gibt, sollte dies Kaufinteressenten beim Gebiet „Auf den Kronäckern IV“ nicht von einer Anfrage abschrecken, versichert die Verwaltung.

  • Informationen gibt es bei Renate Weitzel, Telefon 06428/707-304.
Baugebiete

Die Stadtverwaltung hat einen Überblick über die in Stadtallendorf geplanten oder in Entwicklung befindlichen Baugebiete gegeben:

Kernstadt : Kronäcker IV, außerdem Neubaugebiet Hofwiese mit rund 14 Bauplätzen, Bebauungsplan-Entwurf ist fertiggestellt; in Vorbereitung: mögliches kommunales Neubaugebiet „Hinter St. Michael“, ein nicht näher bekanntes Gebiet wird möglicherweise von einem privaten Entwickler geplant.

Erksdorf: Gebiet „In der Hofstatt II“, Bebaungs- und Flächennutzungsplan-Änderung sind verabschiedet, 8 Baugrundstücke möglich, Erschließung ab 2017;

Niederklein: Die Stadt hat 22000 Quadratmeter in der Gemarkung „Hinter der Schindkaute“ gekauft, bis zu 25 Grundstücke sind vorgesehen. Der Bebauungsplan wird vorbereitet.

Schweinsberg: Die Stadt will 26000 Quadratmeter Grundstücke in der Gemarkung „Nördlich der Feldwiesen“ kaufen. Denkbar sind bis zu 25 Grundstücke. Das Bauleitplanverfahren könnte, wenn Geld bereitsteht, nächstes Jahr beginnen.

von Michael Rinde

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