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Emsdorfs Narren geben wieder alles

EKC-Sitzung Emsdorfs Narren geben wieder alles

Alljährlich zählen der „Ortsdiener“, die „Vorstandstochter Renate“ oder die „Heuler“ zu den Programmhöhepunkten beim Emsdorfer Karnevals Club (EKC).

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Die „Flashlights“ hatten sich in diesem Jahr etwas Besonderes einfallen lassen. Sie traten zu Liedern der Emsdorfer Band auf.

Quelle: Karin Waldhüter

Emsdorf. Die Tanzgruppe „Flashlights“ sorgte für eine besondere Überraschung. Denn die zehn Tänzerinnen, trainiert von Alisa Tögel, Lisa Marie Otte und Theresa Nebel, hatten sich in diesem Jahr etwas ganz besonders für ihren Auftritt ausgedacht: Sie rockten zu zwei brandneuen Hits der Emsdorfer Band „The Heads“ die Bühne und der Saal tobte einmal mehr vor Begeisterung. Karneval der Spitzenklasse, hochkarätige Büttenreden und musikalische Beiträge wechselten sich „Knall auf Fall“ mit Show- und Tanzeinlagen ab.

Rund 400 Besucher erlebten viereinhalb Stunden lang ein Nonstop-Programm vom Feinsten. Bestens gelaunt begrüßte Sitzungspräsident und Meister des schelmischen Witzes Timo Biecker die Besucher. Er wendete sich dabei an den Emsdorfer Stadtverordneten Hartmut Pfeiffer, der gleich vor der Bühne saß und an diesem Abend des Öfteren ins Visier der Narren geriet. Deshalb habe man in diesem Jahr ein bisschen an sich selbst gedacht und dieses Motto „Ein Hoch auf uns, auf den Verein, so feiert Emsdorf, Groß und Klein“ gewählt.

Werner Fritsch hatte passend zum Motto wieder ein ausdrucksstarkes Bild vom Vereinsheim an die Bühnenwand gemalt. Wie schon in den Jahren zuvor zählte der Auftritt von „Ortsdiener“ Rainer Jüngst zu einem der Höhepunkte der 43.Prunksitzung. Seit über 30 Jahren steht er in der Bütt, um seine unterhaltsamen „Bekanntmachungen“ in Emsdörfer Platt zu verkünden. Der einzige geteerte Feldweg Emsdorfs sei, nachdem die Stadt ihren Schilderwald ausgedünnt habe, zum „Promilleweg“ und zur „Gassi-Trasse“ geworden, bemängelte er wie vieles andere.

Vorstandstochter Renate fand wie gewohnt klare Worte

Mit der Hymne des SV Emsdorf zog „Vorstandstochter Renate“ alias Holger Jüngst in den Saal ein. „Es woar veel los bei ins im Verein“, begann sie den sportlichen Jahresrückblick. In der Breite sei der Vorstand jetzt gut aufgestellt, witzelt er mit Blick auf den Sitzungspräsidenten, der seit letztem Jahr einer der drei neuen Vorsitzenden ist. Lachsalven löste der Beitrag des Kirchhainers Joachim Stickler aus, der als Marketingdirektor des Kirchhainer Ärztezentrums in die Bütt trat.

Seit vielen Jahren sind die „Heuler“ beim Emsdorfer Karneval dabei. Alwin Jüngst, Matthias Fischer, Winfried Fritsch, Wolfgang Fritsch und Alfred Jüngst sangen „Die Welt, das ist ein Irrenhaus und hier ist die Zentrale, heut lassen wir die Sau heraus und blasen zum Finale“. Mit dem Lied „Es fährt ein Zug nach nirgendwo“, kritisierten sie die Bahn.

Als Udo-Jürgens-Double und im weißen Bademantel standen dann auch die „Dorfmusikanten“ (Timo Biecker, Michael Hahn, Thorsten Paul, Thomas Schold, Holger Jüngst und Matthäus Otte) auf der Bühne. Zum Feierabendbier trafen sich die „vier lustigen sechs“ an Ingos Imbissstand und das „Gemischte Ballett“ begeisterte mit einer tollen Show und „Rotkäppchen mal anders“. Hinzu kamen die Ehrungen der Repräsentanten der angereisten karnevalstreibenden Vereine, die kleinen und die großen EKC-Funken, die Gruppe „Stardust“, das Gardepärchen Judith und Theresa Kase, das Frauenballett mit einer tollen Hüttengaudi, „Ahoi Brause“ und zum krönenden Finale das Klim-Bim-Männerballett.

von Karin Waldhüter

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