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Emsdorfer verabschieden ihren "Engel"

Früherer Ortsvorsteher Emsdorfer verabschieden ihren "Engel"

Viele hatten es gewusst, nur einer nicht: Winfried Kläs war völlig überrascht, als plötzlich rund 150 Emsdorfer mit Fackeln, Lampions, Pauken und Trompeten vor seiner Haustür standen.

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Pfarrer Peter Weber (links) überreichte Winfried Kläs einen Engel mit den Worten: „Der soll Sie daran erinnern, dass Sie das über
20 Jahre lang waren.“Foto: Karin Waldhüter

Emsdorf. 22 Jahre lang hatte sich Winfried Kläs als Ortsvorsteher für die Belange seines Heimatdorfes eingesetzt und maßgeblich die Entwicklung des Ortes beeinflusst. Bereits im Juli war er offiziell aus seinem Amt verabschiedet worden -beinahe schon heimlich, still und leise.

„Damals fiel die Verabschiedung recht unpersönlich aus“, betonte sein Nachfolger Winfried Fritsch. Ein Zustand, den die Emsdorfer so nicht hinnehmen wollten. Und die als Überraschung gedachte Verabschiedung durch die Vereine des Dorfes habe schließlich immer größere Kreise gezogen, kommentierte der neue Ortsvorsteher das Großaufgebot vor Kläs‘ Haus.

Angeführt von der Freiwilligen Feuerwehr Emsdorf machten sich die Mitglieder der Emsdorfer Blasmusik, des Männergesangvereins, des Sportvereins, der Katholischen Frauengemeinschaft mit Frauensingkreis, der Volkstanzgruppe, des Schützenvereins, des Jugendclubs und der Jagdgenossenschaft mit einem Trommelwirbel und einem lauten Böllerschuss auf den Weg zum ehemaligen Ortsvorsteher. Für das nötige Licht sorgte die freiwillige Feuerwehr, angeführt von Wehrführer Peter Kläs.

„Die Emsdorfer Vereine wollen Danke sagen“, erklärten Ortsvorsteher Winfried Fritsch und die Ortsbeiratsmitglieder Manfred Mohr und Norbert Otte schließlich dem sprachlosen ehemaligen Ortsvorsteher an der Haustür. Fritsch lobte „die geleistete Arbeit“ und erinnerte an Eckpfeiler der vergangenen 22 Amtsjahre.

„Ich freue mich, dass so viele da sind und weiß gar nicht, was ich sagen soll“, erwiderte Kläs sprachlos. „Wir wollen Danke sagen dafür, dass du für uns und für die Jugend Vorbild bist und das Amt so lange ausgeführt hast“, sagte Hartmut Pfeiffer, Stadtverordneter aus Emsdorf.

Der Männergesangverein, unter der Leitung von Nina Knostmann, und die Emsdorfer Blasmusik, unter der Leitung von Matthias Fischer, überraschten mit einem Ständchen und überreichten Geschenke - ebenso wie die Vertreter aller beteiligten Vereine sowie Hartmut Halling vom CDU-Ortsverband.

Pfarrer Peter Weber überreichte Kläs einen kleinen Engel: „Der soll Sie daran erinnern, dass Sie das über 20 Jahre lang waren. Er soll Sie im Leben begleiten und mit Ihnen das Schwere teilen.“

Der Frauensingkreis, geleitet von Ursula Lembach, trug ein selbstgedichtetes Lied vor: „Danke für alle guten Taten, das Dorf vergisst das nie“, sangen die Frauen.

Ein Polkamedley hatte die Volkstanzgruppe mitgebracht, und zum Abschluss lud Ortsvorsteher Winfried Fritsch im Namen des Ortsbeirats zu Getränken ein.

von Karin Waldhüter

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Von Redakteur Florian Lerchbacher

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