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Eltern wollen sich gegenseitig stärken

Neuer Verein Eltern wollen sich gegenseitig stärken

Eltern aus Stadtallendorf ergreifen die Initiative. Die Gründung eines Vereins soll den Erziehungsbeauftragten künftig dabei helfen, besser mit den Fachkräften der Schulenzusammenzuarbeiten.

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Cicek Erdil (von links), Margarita Hoffmann (in Vertretung ihres Mannes Alexander), Stefanie Spannknebel, Diana Dornheck und Zehra Demir bilden das Vorstandsteam. Foto: Yanik Schick

Stadtallendorf. Es war für die Beteiligten ein besonderer Augenblick im Gemeinschaftszentrum. Insgesamt 26 Eltern wurden dort zu „Gründungsmitgliedern“ eines neuen Vereins, besprachen die Satzung und stimmten über ihren ersten Vorstand ab. Mit einer eindeutigen Botschaft, nämlich das Schulleben der eigenen Kinder aktiver mitgestalten zu wollen, riefen die Stadtallendorfer den „Elternverein für Alle“ (EfA) ins Leben.

Ausgegangen war das Projekt unter anderem von Cornelia Henkel. Die Pädagogin hatte zunehmend ratlose Eltern kennengelernt, die den Kontakt zu Vertretern der Stadtallendorfer Schulen aus verschiedensten Gründen scheuten. „Sie haben immer wieder verzweifelt um Beratung und Unterstützung gebeten“, erläuterte Henkels Ehemann Bernd Reith, der sich im Vorfeld ebenfalls für die Vereinsgründung stark gemacht hatte.

Cornelia Henkel, die auf ehrenamtlicher Basis immer ein offenes Ohr für die Eltern hatte, wurde es irgendwann aber schlicht zu viel. „Wir haben es nicht mehr geschafft“, sagte die Frau, die beruflich Kindern beim Einstieg in der Schule hilft. So sei die Idee eines Vereins entstanden, auf dessen Basis sich die Eltern gegenseitig helfen sollen. „Sie übernehmen Verantwortung und Einfluss, wollen Rechte wahrnehmen und Unwissenheit ausräumen“, so die Idealvorstellung von Henkel.

Unterstützung bei diesem Vorhaben erhielten die Eltern seitens des Stadtallendorfer Bürgermeisters Christian Somogyi. Er betonte in einer Ansprache an die Gründungsmitglieder, dass es von eminenter Bedeutung sei, sich zu fragen, wie man optimale Rahmenbedingungen für das jeweilige Kind schaffen könne.

„Jedenfalls können wir nicht einfach unsere Kinder grundsätzlich bei den Schulen abgeben.“ Wie Somogyi weiter ausführte, müssten sich die Eltern mit „entsprechendem Engagement“ selbst einbringen.

Und genau das nahmen die Erziehungsberechtigten am Donnerstagnachmittag in Angriff: Information, Beratung und Hilfestellung sollen ab nun für jedes Mitglied definitiv gewährleistet sein. Der EfA vertrete Interessen von Kindern und Eltern in Schulfragen, setze sich für eine gerechte Bildung ein und arbeite für die bestmögliche Förderung eines jeden Schülers, sagte Cornelia Henkel.

„Die Zusammenarbeit mit den Schulen liegt mir dabei sehr am Herzen, denn ohne sie geht es nicht“, unterstrich die Pädagogin. Bernd Reith ergänzte: „Das ist kein Verein, der gegen die Schulen arbeitet, sondern die Eltern stärkt, um letztlich ein gutes Zusammenwirken zu entwickeln.“

Die erste Mitgliederversammlung des EfA soll in rund einem Monat stattfinden.

Kontakt: Nähere Informationen gibt es bei der Ersten Vorsitzenden Cicek Erdil, Telefon 0174/9409542.

von Yanik Schick

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