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Elf Gebäude stehen leer

Neustadt Elf Gebäude stehen leer

11 Häuser im Bereich zwischen dem Neustädter Bahnhof und Lehmkaute stehen leer, 25 werden kaum noch genutzt. Hinzu kommen rund 30 ehemalige Scheunen, die zwar nicht leer stehen, aber zumeist sanierungsbedürftig sind.

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Anja Ceulaers, Thomas Groll und Holger Möller machen sich ein Bild von einem leer stehenden Gebäude in der Innenstadt, das inzwischen in Besitz des Landes Hessen ist.

Quelle: Florian Lerchbacher

Neustadt . „Wir müssen das Projekt einbinden in den Stadtentwicklungsprozess und den demografischen Dialog“, betont Bürgermeister Thomas Groll angesichts der nach 20 Jahren auslaufenden Altstadtsanierung. Die Stadt Neustadt will die Innenstadt fördern, aus diesem Grund beschäftigen sich die Stadtverordneten derzeit mit der Entwicklung eines Förderprogramms, mit dem Bürger unterstützt werden sollen, die in den Ortskernen ein mindes tens 50 Jahre altes Gebäude kaufen und dann auch bewohnen (die OP berichtete). Groll hegt auch die Hoffnung, dass das Land Hessen erneut zu einer Förderung bereit ist. Ausschlag dafür gab ein Besuch bei Wirtschaftsminister Posch, der von den Neustädter Plänen begeistert sei und einen Besuch der Stadt angekündigt haben soll.
Ziel des Leerstandskatasters ist es, langfristig die leer stehenden Häuser wieder mit Leben zu füllen. Zunächst soll aber darüber nachgedacht werden, welche Flächen sich zusammenlegen lassen, was für Inves titionen sinnvoll sind und wie sich Gebäude eventuell zwischennutzen lassen. Ganz oben auf der Liste steht die „Hilfestellung für die Eigentümer“: „Wir möchten mit den Eigentümern der leer stehenden oder nur noch wenig genutzten Häuser und Scheuen in Kontakt treten und erfahren, was sie mit den Gebäuden vorhaben“, sagt Ceulaers. „Einige Neustädter haben auch schon mit der Stadt Kontakt aufgenommen und um Unterstützung gebeten, weil sie nicht wussten, was sie mit den Leerständen machen wollen. Wir möchten unseren Bürgern so gut es geht helfen.“
Der nächste Schritt ist also, dass die Stadt auf die Eigentümer der Gebäude zugeht, die Zukunftspläne abfragt und all denen, die verkaufen wollen, so weit wie möglich bei der Vermarktung hilft. Eine Idee hat Bürgermeister Groll durch Zufall von der Gemeinde Wanfried aufgeschnappt: „Die hat ihre alten Fachwerkhäuser erfolgreich in einer Internetbörse angeboten – Holländer sollen ganz verrückt nach solchen Gebäuden sein.“

von Florian Lerchbacher

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