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Elf Chöre reißen ihre Zuhörer mit

Konzert Elf Chöre reißen ihre Zuhörer mit

Ein eindrucksvolles Jubiläumskonzert veranstaltete der Gesangverein Con­cordia Momberg anlässlich seines 150-jährigen Bestehens. Das Frühlingskonzert stand unter dem Motto "Dank sei Gott".

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Der gemischte Chor Momberg, dirigiert von Knut Petersen, sorgte mit einem stimmgewaltigen Glanzstück für ein würdiges Ende des zweistündigen Konzerts.Foto: Waldhüter

Momberg. Sein 150-jähriges Bestehen feierte der älteste Verein Mombergs mit einem Frühlingskonzert in der Pfarrkirche, bei dem insgesamt neun Vereine mit elf Chören auftraten. Krönender Abschluss war der Auftritt des gemischten Chors Concordia Momberg, der unter der Leitung von Knut Petersen sein großes Klangvolumen unter Beweis stellte. Der Auftritt gipfelte in „Lobe den Herren“ von Hugo Distler. Dabei entfaltete sich die ganze Freude - und auch das Publikum hatte viel Spaß: Noch vor dem Liedende waren die ersten Beifallsbekundungen zu hören.

Der Auftritt endete mit dem gemeinsam gesungenen Schlusslied „Großer Gott wir loben dich“. Die geballte Stimmkraft aller Sänger brachte die ehrwürdigen Kirchenmauern dabei fast zum Erbeben.

Neben überwiegend geistlichen Werken präsentierten die Chöre auch einige weltliche Stücke und Gospels, die heiter und beschwingt zum Mitklatschen einluden.

Das Eröffnungsstück „Selig sind die Toten“, vorgetragen vom Männerchor des Gesangvereins Momberg, war mehr als nur ein gelungener Einstieg. Mit viel Gefühl für dynamische Nuancen zogen die Sänger die Besucher sofort in ihren Bann. Mit feierlicher Erhabenheit intonierte der 16-köpfige Männerchor dann „Die Vesper“ von Ludwig van Beethoven und „Sanctus“, ein Werk von Friedrich Silcher, das einige Jahr lang in der Schublade lag, nun wieder aufgeführt wurde und den folgenden starken Applaus geradezu herausforderte.

Tobias Schmitt, einer von drei Vereinsvorsitzenden, freute sich besonders, dass sich unter den Gästen des Jubiläumskonzerts der Momberger Ehrenchorleiter Karl Fuchs, die Vorsitzende des Sängerkreises Wohratal, Monika Friedrich, und die befreundeten Sänger aus Unter-Widdersheim mit Chorleiter Martin Schubert befanden. Entstanden war die Freundschaft zu dem Chor aus der Nähe von Nidda während eines Wochenendes in der Hessenmühle bei Fulda.

Anfang Juli geht es weiter

Für ihren Auftritt hatten alle Chöre drei Werke einstudiert. Der MGC Erksdorf, der mit seinem Männerchor und dem gemischten Chor angereist war, trug unter der Leitung von Peter Dippel jeweils zwei Werke vor. Mit „Herr deine Güte“ begeisterte der gemischte Chor aus Erksdorf, und der Männerchor beeindruckte mit Guiseppe Verdis „Chor der Gefangenen“. Begleitet wurde er dabei von Christoph Hohl am E-Piano.

An der Orgel überzeugte Wilfried Tschuppik mit dem österlichen Stück „Beim letzten Abendmahle“ und mit einer improvisierten Partita zu „Wohl denen, die das Wandeln“.

Nicht nur im Jubiläumsverein, sondern auch beim Chor „aCHORd“ des Gesangvereins 1886 Schwabendorf, schwingt Knut Petersen den Taktstock. Die Schwabendorfer trugen „Lobe den Herrn, meine Seele“ vor. Behutsam ließ die Chorgemeinschaft Wiera/Wasenberg unter der Leitung von Helmut Daub das Lied „Abendruh“ von Rolf Kern erklingen, und der Gesangverein Ernsthausen überraschte unter der Leitung von Robert Lauks mit dem lebendig vorgetragenen „Rock My Soul“.

Der MGV 1946 hatte unter der Leitung von Elena Georgi das festliche „Herr deine Güte“ von A.E.Grell einstudiert. Gefühlvoll interpretierte der Männergesangverein Cäcilia 1903 Anzefahr „Wenn ich ein Glöcklein wär“.

Für einen weiteren Höhepunkt sorgte der Chor St. Johannes der Täufer aus Momberg (Leitung Wilfried Tschuppik), der stimmgewaltig und mit Instrumentalbegleitung von der Empore aus mit dem Spiritual „Oh happy day“ das Publikum zum Mitklatschen und Mitwippen brachte und dafür einen besonders großen Applaus kassierte.

Nach einem solch stimmungsvollen Auftritt hatte es der gemischte Chor aus Unter-Widdesheim nicht leicht, mitzuhalten. Doch mit dem locker vorgetragenen afrikanischen „Amezaliwa“ gelang es dem Chor, die fröhliche Stimmung des Liedes aufs Publikum zu übertragen.

Der Abend endete mit einem geselligen Ausklang im Dorfgemeinschaftshaus.

Fortgesetzt wird das Jubiläum am 1. und 2. Juli mit einem Dorfwochenende. Ein buntes Herbstkonzert mit Liederabend und Festkommers folgt am 28. Oktober, die Geburtstagsparty am 7. November und das Adventskonzert am 23. Dezember. Zudem planen die Momberger, wie Schriftführer Stefan Schmittdiel berichtete, aufgrund der guten Resonanz auf die Vorführungen auch im kommenden Jahr Filmaufnahmen von alten Theaterstücken zu zeigen.

von Karin Waldhüter

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