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Elektrogerät stand in Flammen

Feuer Elektrogerät stand in Flammen

Der Wohnhausbrand am vergangenen Freitag im Kirchhainer Weg trifft drei Familien, die bis auf weiteres nicht in ihre Wohnungen zurückkönnen.

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Von der Drehleiter aus bekämpften Feuerwehrleute am Freitagnachmittag die Flammen in einer Wohnung. Foto: Michael Rinde

Stadtallendorf. Es war für die insgesamt neun Bewohner des Hauses im Kirchhainer Weg ein Unwetter mit verheerenden Folgen. Wie die OP berichtete, hatte ein Blitzeinschlag zu dem Brand geführt. „Wir gehen davon aus, dass durch den Blitz ein Elektrogerät im Obergeschoss in Flammen aufging“, erläuterte gestern Polizeisprecher Martin Ahlich. Da sich zu der Zeit niemand in der betroffenen Wohnung aufhielt, konnte sich das Feuer zunächst weiter ausbreiten. Nach der Entdeckung hatten die Hausbewohner das Gebäude rechtzeitig verlassen können.

Die Feuerwehr, zeitweise mit 75 Einsatzkräften vor Ort, hatte den Brand nach einer halben Stunde unter Kontrolle (die OP berichtete am Samstag). Die Schadenshöhe konnte die Polizei auch am Montag noch nicht beziffern, es stehen weitere Begutachtungen an.

Neun Personen sind in dem Haus gemeldet. Am Freitagabend brachte die Stadtverwaltung eine von zwei Familien vorübergehend in einem Hotel unter. Eine weitere Familie mit Kindern kam laut Bürgermeister Christian Somogyi bei Verwandten unter. Ein Ehepaar befindet sich noch in Urlaub. Klar ist, dass das Haus noch längere Zeit unbewohnbar bleiben wird. Die Wohnung, in der der Brand ausbrach, wurde nach bisherigen Kenntnissen der Stadt komplett zerstört. Bei einer darüberliegenden Wohnung haben vor allem Ruß und Rauch Schaden angerichtet. Sie ist laut Somogyi schneller wieder bewohnbar.

Der Familie, die in eine Pension ausgewichen ist, hat die Stadt inzwischen übergangsweise eine Wohnung anbieten können. „Wir können natürlich immer nur im Rahmen unserer Möglichkeiten helfen“, sagt Somogyi. Dass ein Blitzeinschlag zu einem Brand führt, kann selbst dann passieren, wenn das Haus über einen Blitzableiter verfügt. „Ein solcher Blitzableiter bietet zwar einen hohen Schutz, ist aber keine Garantie dafür, dass nichts passieren kann“, sagt Kreisbrandmeister Stephan Schienbein. Die Wirkung von Blitzen als Naturphänomene seien nicht bis in die letzte Konsequenz kalkulierbar. Die enorme Hitze, die bei einem Blitz entstehe, sei meist die eigentliche Ursache für einen Brandausbruch.

Der Einbau eines Blitzableiters in einem Gebäude ist im übrigen nicht in jedem Falle zwingend vorgeschrieben.

von Michael Rinde

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