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Eisenbahner erzählen aus großer Zeit

Morgen Jubiläumsfest der Wohratabahn Eisenbahner erzählen aus großer Zeit

Am morgigen Maifeiertag dreht sich in Ernsthausen-Wambach alles um das Jubiläum der Wohratalbahn. Diese wird heute 100 Jahre alt, und das wird vom Ernsthäuser Bürgerverein Aktive Störche groß gefeiert.

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Ein Uerdinger Schienenbus zuckelt an der Fiddemühle vorbei durchs Wohratal. Wegen der vergleichsweise niedrigen Betriebskosten galten die Schienenbusse lange Zeit als „Nebenbahn-Retter“. Ihr Einsatz auf der Wohratalbahn bewahrte diese landschaftlich so reizvolle Strecke nicht vor dem Abriss-Zug. Fotos (3): Herbert Schildwächter

Ernsthausen. Die Aktiven Störche waren es, die das arg ramponierte Warte- und Schalterhäuschen des Bahnhofs Ernsthausen-Wambach in liebevoller Kleinarbeit so mustergültig restauriert haben, dass sie dafür im vergangenen Jahr mit dem Denkmalschutzpreis des Landkreises ausgezeichnet wurden.

Heute glänzt das 100 Jahre alte Kleinod, wie zu der großen Zeit der Wohratalbahn, die Ende 1980 stillgelegt wurde.

Aus dieser großen Zeit berichten morgen Eisenbahner, die noch selbst auf der Wohratalbahn gefahren sind. Zudem werden Filme und Fotodokumentationen aus der Betriebszeit der Wohratalbahn gezeigt.

Das Jubiläumsfestbeginnt um 10 Uhr

Die Aktiven Störche haben ein Programm vorbereitet, dass das Ereignis zu einer Mischung aus Volksfest, Maiausflug und Vollversammlung von Eisenbahn-Fans werden lässt. Los geht es um 10 Uhr. Der offizielle Teil beginnt um 11 Uhr und soll, so der Vereinsvorsitzende Dieter Barthelmeß im Gespräch mit dieser Zeitung, kompakt gehalten werden. Der Gemischte Chor Ernsthausen werde sich mit einigen Liedern vorstellen und dabei auch das Lied der Wohratalbahn singen. Er selbst werde kurz über die Arbeit der Aktiven Störche berichten. Anschließend werde die an den Denkmalschutzpreis erinnernde Tafel am Bahnhäuschen enthüllt. Dann berichteten ehemalige Eisenbahner als Gastredner vom Alltag auf dem 19,2 Kilometer langen Schienenstrang, der einst Kirchhain und Gemünden/ Wohra miteinander verband.

Den ganzen Tag über zeigt der Wohrataler Heimatchronist Herbert Schildwächter im Bahnhäuschen Filme aus der Betriebszeit der Wohratalbahn, die der Hertingshäuser zum Teil noch mit einer Schmalfilmkamera aufgenommen hat. Und Konrad Weisheit von den Aktiven Störchen führt dort seine erweiterte Foto-Dokumentation zur Geschichte der Bahnstrecke vor. Außerdem stehen dort die Zeitzeugen für Fragen und Gespräche zur Verfügung.

Natürlich versorgen die Aktiven Störche ihre Gäste auch mit Essen und Getränken, Kaffee und Kuchen. Und für musikalische Unterhaltung sorgt ein Alleinunterhalter.

Das Auto am bestenstehen lassen

Dieter Barthelmeß bittet Besucher, möglichst mit dem Fahrrad zum Jubiläumsfest in der Wambach zu kommen. Der Ernsthäuser Bahnhof liegt direkt am Radweg R 6 (Wohraradweg) und ist sowohl aus Richtung Halsdorf als auch aus Richtung Rauschenberg bequem mit dem Rad zu erreichen. Wer mit dem Auto kommt, sollte in der Ortslage von Ernsthausen parken, dann von der Straße Am Briel aus die Landesstraße überqueren und geradeaus durch die Wohra-Aue laufen. Bis zum Bahnhof Ernsthausen-Wambach sind es etwa 800 Meter.

Nur für diejenigen, „die nicht gut zu Fuß sind“ - so Dieter Barthelmeß - , halten die Aktiven Störche auf einer asphaltierte Fläche an der Biogasanlage Fiddemühle rund 100 Parkplätze bereit.

von Matthias Mayer

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