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Eintracht Stadtallendorf braucht ehrenamtliche Helfer

Regionalliga-Spiele Eintracht Stadtallendorf braucht ehrenamtliche Helfer

Rund 600 Seiten einschließlich aller Verordnungen und Vorschriften umfasst das Sicherheitskonzept für das Herrenwaldstadion bei Regionalligaspielen.

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In großer Runde wurde das Sicherheitskonzept für Regionalligaspiele übergeben.

Quelle: Rinde

Stadtallendorf. Ein breites Bündnis hat gemeinsam ein Sicherheitskonzept mit und für den Regionalligisten TSV Eintracht Stadtallendorf erstellt. Verantwortlich ist am Ende der Verein als „Veranstalter“, er muss gewährleisten und umsetzen, was in dem Konzept gefordert wurde.

Beteiligt waren unter anderem Polizei, Rotes Kreuz, Ordnungsamt und Feuerwehr. Das zeigt, wie facettenreich das Thema Sicherheit bei Heimspielen des Regionalligisten wird. Jedes Spiel wird dabei von den Beteiligten neu bewertet. Die Polizeistation Stadtallendorf übernimmt die Einordnung gemeinsam mit der Landesinformationsstelle Sport der Polizei und der Bundespolizei, verantwortlich für die Sicherheit am Bahnhof und in den Zügen. Das Polizeiaufkommen richtet sich naturgemäß nach dem Risiko. „Bei Spielen ohne besondere Auffälligkeiten reichten zwei bis drei Streifenbesatzungen, erläutert Heinz Frank, Leiter der Polizeistation Stadtallendorf.

Bei Bedarf gibt es Verstärkung von anderen Stationen oder eben auch von der Bundespolizei, etwa bei sogenannten Risikospielen mit Fans, die gewaltbereit sein könnten. Beim TSV Eintracht Stadtallendorf gibt es eine solche Fanszene nicht, wie Polizei und Wolfgang Schratz vom Eintracht-Vorstand betont. Der Verein selbst hat die Zahl seiner Ordner auf nunmehr 50 erhöht. Ein Teil von ihnen wird in diesen Tagen entsprechend geschult, wie Joachim Nasemann erläutert. Er ist der Sicherheitsbeauftragte der Eintracht. Ab dem ersten Heimspiel sollen zunächst alle Ordner zum Einsatz kommen, auch wenn eigentlich nicht so viele erforderlich wären. „Sie sollen aber Erfahrungen sammeln und sich an die Situation gewöhnen“, erläutert Nasemann die Hintergründe.

Für ehrenamtliche Hilfskräfte vom DRK und freiwilliger Feuerwehr bringt die neue Spielklasse der Eintracht auch neue Herausforderungen und Einsatzstunden mit sich. „Wir werden unsere Kräfte an die jeweiligen Erfordernisse anpassen“, erläutert Stefan Sturm. Er ist Leiter der DRK-Bereitschaft Stadtallendorf-Schweinsberg. Im Konzept ist alles geregelt, von Ereignissen mit einer hohen Zahl von Verletzten bis hin zu den Bereitstellungsbereichen für die Rettungskräfte vor, während und nach dem Spiel. Die Feuerwehr muss in Zukunft Brand­sicherheitsdienste stellen, je nach Lage bis zu neun Einsatzkräfte.

Stadtteilwehrensind gefragt

Laut Stadtbrandinspektor Uli Weber ist vorgesehen, dabei besonders auf die Stadtteilfeuerwehren zurückzugreifen. Die Kernstadtwehr bleibt für den Fall der Fälle in der Hinterhand. „Und sie ist auch schon durch die Brandsicherheitsdienste in der Stadthalle oder der Mehrzweckhalle beansprucht“, sagt Weber.

Ein Symbol dafür, dass sich die Zeiten im Herrenwaldstadion geändert haben, ist schon deutlich zu sehen. Der Gästebereich ist eingezäunt, der Boden wurde entsprechend asphaltiert. Laut Schratz fasst der Gästebereich ungefähr 1000 Zuschauer.

Für alle Beteiligten geht es jetzt darum, Erfahrungen zu sammeln. Nach jedem Spiel soll es Zusammenkünfte der Beteiligten geben.

„Dieses Konzept ist nicht in Stein gemeißelt, wir werden es immer wieder überprüfen und gemeinsam aktualisieren“, betont Schratz. Er erinnert dabei an die große Erfahrung, über die die Eintracht seit Jahren mit Veranstaltungen auch jenseits des Sports verfügt, große Feste wie auch Konzerte, immer im engen Zusammenspiel mit Feuerwehr, DRK und Polizei. „Wir fühlen uns als Regionalliga-Stadt an der Ehre gepackt und werden den Verein wo es nötig ist, weiter unterstützen“, sagte Bürgermeister Christian Somogyi. Die Stadtverwaltung hatte unter der Federführung von Christoph Grimmel das Konzept gemeinsam mit allen Beteiligten erarbeitet.

Es wurde dem Vereinsvorstand am Montagnachmittag im Funktionsgebäude über­geben. Schratz lobte seinerseits das große Engagement der Stadt für den Verein: „Dafür können wir nur Danke sagen“.

Ohne die früher beim Stadion üblichen Diskussionen hatten die politischen Gremien die Gelder für den Gästebereich und die Aufwertung der Flutlichtanlage bereitgestellt.

von Michael Rinde

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