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Einst Quartett, heute ein Chor

70 Jahre Einst Quartett, heute ein Chor

Der Männergesangverein Neustadt nutzte seinen jährlichen Familientag an der Grillhütte, um sein 70-jähriges Bestehen zu feiern und langjährige Mitglieder zu ehren.

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Neustadt. Im August 1946 hatten sich in Rudi Cemmnitz, Fritz Krüger, Albert Niemann, Franz Röpsch und Karl Wiegand fünf sangesfreudige Männer zusammengefunden und das „Neustädter Männerquartett 1946“ gegründet. „Der Erfolg blieb nicht aus, und 1950 erfolgte der Beitritt zum damaligen Wohrataler Sängerbund und die Umbenennung in Männergesangverein 1946 Neustadt“, erklärte der Vorsitzende Hans-Dieter Georgi, dem Ehrenvorsitzender Ernst Stumpf beim Rückblick zur Seite stand.

Ehrenvorsitzender Stumpf, der kürzlich für 60 Jahre aktiven Gesang geehrt wurde, ging besonders auf die Anfänge ein und stellte den Auftritt des Neustädter Männerquartetts beim Sängerfest in Niederklein 1948 heraus. Dort soll ein Junge gesagt haben: „Guck mol, die Neistärrer, die hu noch net mol e Fuh.“ Das sei Ansporn gewesen, trotz der schwierigen finanziellen Bedingungen eine Vereinsfahne anzuschaffen.

Georgi ist der elfte Vorsitzende in der Geschichte des Vereins, seine Frau Elena die neunte Chorleiterin - und damit eine Besonderheit, da sie als erste Frau den Chor dirigiert.

Für Musik sorgten neben den Gastgebern der katholische Kirchenchor unter der Leitung von Berthold Möller und der evangelische Kirchenchor unter der Leitung von Elena Georgi (vertretungsweise) sowie die Instrumentalgruppe Flötentöne, die in Simone Taschner ebenfalls nur eine „Aushilfe“ an der Spitze hatte.

Landrätin Kirsten Fründt und Bürgermeister Thomas Groll widmeten sich in ihren Grußworten besonders den Ehrenämtern Vorsitz und Chorleitung, sprachen aber auch das leidige Thema „Nachwuchssorgen“ an. Es sei schwierig, junge Menschen zum Singen in der Gemeinschaft zu begeistern, meinte die Landrätin und ergänzte: „Es wäre schade, wenn ein wichtiges Kulturgut verloren gehen würde.“ Dem schloss sich Groll an und schlug vor, eine „andere Form“ beziehungsweise Zusammenschlüsse von Gesangvereinen zu bilden.

von Klaus Böttcher

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