Volltextsuche über das Angebot:

19 ° / 5 ° wolkig

Navigation:
Einsatzabteilung kümmert sich um nadelnde Last

Tannenbäume Einsatzabteilung kümmert sich um nadelnde Last

Am vergangenen und am kommenden Wochenende sammeln freiwillige Feuerwehren die ausgedienten Tannenbäume ein. Zumeist sind es die Nachwuchsabteilungen - aber nicht in Schwabendorf.

Voriger Artikel
Spritzeisen setzt Paletten in Brand
Nächster Artikel
Diskussion um den Platz entbrennt

Die Feuerwehrmänner sammelten bei Temperaturen unter null Grad die Bäume ein.

Quelle: Karin Waldhüter

Schwabendorf. Am Samstag sammelte die Einsatzabteilung der Freiwilligen Feuerwehr Schwabendorf Tannenbäume ein. Eine Jugendfeuerwehr, die sonst zumeist diese Aufgabe übernimmt, gibt es in dem Rauschenberger Stadtteil seit drei Jahren nicht mehr.

Der Weg vom reich geschmückten Weihnachtsbaum hin zur nadelnden Last, die auf dem Gehweg landet, ist nicht weit. Viele Bürger sind froh, dass vielerorts die Mitglieder der freiwilligen Feuerwehren kommen, um die Tannenbäume zu entsorgen. So auch in Schwabendorf. Dort ist das Einsammeln bei der Feuerwehr zu einer lieb gewonnenen Tradition geworden - und das nicht nur, weil die Spendengelder der Feuerwehrarbeit zugute kommen.

Sammelaktion ist harte Arbeit

Das Einsammeln der Tannenbäume ist auch harte Arbeit. Aber trotz Temperaturen von minus drei Grad und kalter Füße ist die Stimmung unter den Kameraden der Einsatzabteilung bestens. Seit neun Uhr sind am Samstagmorgen acht Männer mit zwei Traktoren in Schwabendorf, Schöne Aussicht und Wolfskaute unterwegs. An jedem Haus, an dem sie vorbeifahren, wird erst noch einmal kräftig gehupt. Etwa bis Mittag wollen die Feuerwehrmänner fertig sein. Rund 100 Bäume haben sie dann auf ihre Hänger geladen. Etwa 150 Euro Spendengelder sammelt die Freiwillige Feuerwehr Schwabendorf alljährlich durchschnittlich bei der Aktion ein.

„Manch einer, der keinen Baum an den Straßenrand gelegt hat, unterstützt uns mit einer Spende, weil er sich freut, dass etwas im Dorf passiert“, erzählt Michael Block, Mitglied der Einsatzabteilung, die derzeit 18 Mitglieder hat. Oft seien es die Alteingesessenen, deren Spende etwas größer ausfalle, betont er.

Nach der Arbeit kommt die Geselligkeit

Nach der Aktion steht noch das Schneiden von Sträuchern und Bäumen rund um den Feuerwehrplatz auf dem Plan. Dann sollen die ausgedienten Tannenbäume und der Baumschnitt fachgerecht entzündet werden. Wenn alle Tannenbäume eingesammelt sind, kommt gegen Mittag auch die Geselligkeit nicht zu kurz und Würstchen landen auf dem Grill.

Früher waren es die Mitglieder der Jugendfeuerwehr, die im Dorf die Tannenbäume einsammelten. „Heute fehlt uns eine Generation Kinder“, bedauert der stellvertretende Wehrführer, Christian Lawrenz. Und trotz einiger Anstrengungen und verschiedener Aktionstage konnte kein Feuerwehrnachwuchs gefunden werden. Im kommenden Sommer steht aber das Weinfest an. Dann wollen die Kameraden auch wieder um Nachwuchs werben.

von Karin Waldhüter

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr