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Diakoniestation Einsatz über alle Maßen

18 Jahre lang war Irmgard Baum die Vorsitzende der ökumenischen Diakoniestation Stadtallendorf - Neustadt. Dafür erhielt sie das goldene Kronenkreuz der Diakonie.

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Irmgard Baum bekam von Pfarrer Uwe Seibel das goldene Kronenkreuz angesteckt. Foto: Klaus Böttcher

Neustadt. Mit einem Gottesdienst in der evangelischen Kirche in Neustadt wurde Irmgard Baum nach 18 Jahren Vorsitz der Diakoniestation verabschiedet. Pfarrerin Kerstin Kandziora freute sich, dass mit Reiner Koch ein Nachfolger gefunden wurde, der diesen Posten übernimmt.

„Herz und Mund und Tat und Leben muss von Christo Zeugnis geben“, stellte Pfarrer Uwe Seibel von der Diakonie Hessen aus der gleichnamigen Kantate von Johann Sebastian Bach zu Beginn seines Grußwortes heraus. „Genau darum geht es beim Dienst der Christen an ihren Mitmenschen, den wir Diakonie nennen.“ In einer Zeit, die von einer zunehmenden Dominanz des Ökonomischen, von Spuren sozialer Kälte, von einer fortschreitenden Privatisierung der sozialen Lebensrisiken, von zunehmender Ungleichheit zwischen Bessergestellten und Benachteiligten gekennzeichnet sei, stehe die Diakonie auf der Seite der Hilfsbedürftigen, der Armen, Benachteiligten und Ausgegrenzten. Sie nehme den einzelnen Menschen wahr, pflege, heile und tröste. Pfarrer Seibel erinnerte an die Herausforderungen, die 1995 mit der Einführung der Pflegeversicherung zu bewältigen gewesen seien. „Sie, liebe Frau Baum haben es immer verstanden, den Herausforderungen zu trotzen. Sie haben mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mit viel Engagement, Zeit und Herzblut für die ökumenische Diakoniestation Stadtallendorf - Neustadt gesorgt“, lobte er. Sie erhielt das goldene Kronenkreuz der Diakonie.

Um die Diakonie ging es auch im Gottesdienst. Pfarrerin Kandziora ging in ihrer Predigt auf den Mann ein, der 38 Jahre schwer krank war und dann von Jesus geheilt wurde. Sie erzählte von der Schwere, die Pflege bedeute und der unendlichen Geduld, die dabei erforderlich sei.

Dabei spannte sie den Bogen zur hiesigen Diakoniestation in der vielfältige Hilfe aus Liebe zur Sache und Liebe zum Menschen gegeben werde. Die Diakoniestation Stadtallendorf - Neustadt entstand Mitte der 1990er Jahre als Zweckverband, um den gesetzlichen Vorgaben und der Neuordnung der häuslichen Krankenpflege bei der Einführung der Pflegeversicherung gerecht zu werden. Aus kirchenrechtlichen Gründen war eine gemeinsame Trägerschaft beider Kirchen nicht möglich, so übernahmen die evangelischen Kirchengemeinden die Trägerschaft und die katholischen Kirchengemeinden arbeiteten mit. „In dieser Situation übernahm Irmgard Baum im Jahre 1996 die Verantwortung und hat diese als geschäftsführende Vorsitzende über alle Erwartungen erfüllt“, lobte der stellvertretende Vorsitzende Pfarrer Thomas Peters.

von Klaus Böttcher

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