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Einmal Verwunderung, einmal Verärgerung

Ortsbeirat Einmal Verwunderung, einmal Verärgerung

Die Stadt wartet weiter auf eine Genehmigung, um das "Atmen-Projekt" fortführen zu können. Indes steht die Erneuerung der Blei-Wasserleitungen bevor. Und Müllsäcke sorgen für Ärger.

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In der Erddeponie ruht der Verfüllbetrieb fast gänzlich.Archivfoto

Amöneburg. In der Erddeponie ruht der Verfüllbetrieb dieser Tage fast gänzlich. Noch immer ringt die Stadt um das Okay zur Änderung der Rekultivierungspläne. Das Verfahren, das bereits seit Oktober des vergangenen Jahres läuft, sei sehr aufwendig, berichtete Bürgermeister Michael Plettenberg während der Sitzung des Amöneburger Ortsbeirats. Unter anderem gehe es dabei um strenge Naturschutz-Anforderungen. „Die Behörden wollen am liebsten jetzt schon wissen, was dort später hinkommt. Das ist aber noch nicht möglich“, so der Bürgermeister, der darauf hofft, dass die Stadt Ende Juni grünes Licht erhält.

Welche Projekte im Zuge des „Atmen-Projekts“ im früheren Steinbruch umgesetzt werden, bleibt aber weiterhin völlig offen. Plettenberg wollte auch kein Datum nennen, wann in dieser Frage eine Entscheidung fallen wird. „Es ist also nicht verboten, sich Gedanken zu machen, was wir dort aufbauen können“, sagte Ortsvorsteher Sefa Elmaci und bat die Einwohner um Anregungen. Von einer Veranstaltungshalle bis zum Grillplatz gehen die Ideen weit auseinander. Ein holländischer Investor hat dem Vernehmen nach bereits Interesse an dem Areal gezeigt.

Ein anderes Thema der Sitzung war der anstehende Austausch von Blei-Wasserleitungen in Amöneburg. In etwa 100 Fällen - diese Zahl fiel während der Sitzung - müssen Rohre von der Hauptleitung bis zur Wasseruhr saniert werden. Hintergrund sind verschärfte Grenzwerte in der Trinkwasserverordnung. Die Stadt, die dafür eine Frist bis November einhalten muss, hat bereits eine regionale Firma beauftragt. Die Kosten sind allerdings vom Anschlussnehmer zu tragen. Exemplarisch führte Bürgermeister Plettenberg auf, die Sanierung einer drei Meter langen Leitung koste rund 3900 Euro. Wer davon betroffen ist, sei allerdings schon informiert worden.

Für Unruhe im Ortsbeirat sorgte der Umstand, dass sich neben den Glascontainern am Parkplatz „Am Gollgarten“ in den vergangenen Wochen immer wieder eine Reihe gefüllter Müllsäcke gesammelt hatten. „Das ist illegal. Wer dort seinen Müll abstellt, begeht eine Ordnungswidrigkeit“, stellte der Bürgermeister klar. Der Inhalt der Säcke sei zuletzt untersucht worden: Dabei habe sich herausgestellt, dass der Müll aus Schulbussen stamme, die zur Mittagszeit täglich an jenem Parkplatz stehen. „Das ist eine absolute Frechheit“, so Plettenberg. Er habe deshalb eine Beschwerde an den Regionalen Nahverkehrsbund (RNV) geschrieben und Konsequenzen angedroht, sollten sich die Vorfälle wiederholen.

von Yanik Schick

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